Beim Führerschein ist in diesen Tagen ordentlich Bewegung drin. Erst legte Ende der vergangenen Woche Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) Ideen vor, wie der Führerscheinerwerb in Deutschland reformiert und so preisgünstiger werden könnte. Und nun kommen höchstwahrscheinlich europaweit neue Regelungen.

Manche der geplanten Neuerungen sind schlichtweg praktisch. Etwa, dass der Führerschein künftig digital auf dem Smartphone verfügbar sein soll. Ohnehin ist es erfreulich, dass man nun beim Führerschein endlich im digitalen Alltag ankommen will. Auch die Reformvorschläge von Schnieder zielten bereits darauf ab, Fahrschulen digitaler zu machen, vom Theorie-Lernprozess über Übungsstunden im Fahrsimulator bis hin zur digitalen Preistransparenz für eine bessere Vergleichbarkeit.

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Führerschein: Verkehrssicherheit sollte an erster Stelle stehen

Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Jahren auch die Arbeit von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) Wirkung zeigt und dass sich Führerscheine, die verlängert werden müssen, dann unabhängig vom Wohnort bundesweit digital beantragen lassen und man nicht wochenlang auf Vor-Ort-Termine warten muss, wie das derzeit beispielsweise beim Personalausweis oder dem Reisepass noch viel zu oft der Fall ist.

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Tobias Kisling, Wirtschaftskorrespondent© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Wichtig sind die neuen EU-Regeln aber vor allem mit Blick auf den Umgang mit Verkehrssündern. Es ist längst überfällig und nur konsequent, dass die Verkehrsbehörden EU-weit zusammenarbeiten und Strafen EU-weit gelten sollen. So bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung – so sie am Dienstag fällt – schnellstmöglich in die nationalen Gesetze gegossen und umgesetzt wird. Denn die Verkehrssicherheit sollte stets an erster Stelle stehen.