Senioren

Senioren-Residenz will sich der Nachbarschaft öffnen

Foto: Manfred Sander

Höntrop.   Im Wohngebiet entsteht eine Senioreneinrichtung mit 80 Plätzen. Die ersten Bewohner ziehen im Frühsommer ein. Schon jetzt gibt es Anfragen.

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Die Zeiten, als Altenheime auf grüner Wiese errichtet wurden, sind vorbei. Am Beethovenweg, mitten im Wohngebiet, baut die Belia GmbH eine Seniorenresidenz, die zweite in Bochum nach Riemke.

Das Interesse beim Richtfest ist groß; auch potenziell künftige Bewohner zeigen sich neugierig. Eröffnet werden soll die Einrichtung im kommenden Sommer, der Betreiber investiert rund neun Millionen Euro, so Belia-Geschäftsführer Andreas Anspach. Er sagt: „Wir haben schon jetzt viele Anfragen für die 80 Plätze.“

Andreas Fickenwirth vertritt den Bauherren, die Lindhorst-Gruppe aus Winsen, die auch das Riemker Haus errichtet hat. „Wir wollten eigentlich jetzt zum Jahresende eröffnen, doch der Baustart verzögerte sich wegen der Konjunkturlage.“ 70 Mitarbeiter werden in Höntrop beschäftigt, die Hälfte davon in Vollzeit. Die Bewerbungsphase startet im Januar. „Wir stellen die Leute – von Pflegefach- über Betreuungskräfte und Küchen- und Reinigungspersonal bis zur Haustechnik – frühzeitig ein, damit sie gut eingearbeitet sind, wenn die ersten Bewohner einziehen“, so Anspach. Für die künftige Hausleitung gibt es bereits Anfragen.

Die Ausstattung macht den Unterschied

Was eine Residenz vom Altenheim unterscheide, sei die Ausstattung. „Unsere Einzelzimmer sind zwischen 18 und 20 Quadratmeter groß mit Grundausstattung; natürlich können die Bewohner eigene Möbel mitbringen.“ Für die stehen drei Bereiche zur Verfügung: für die Rüstigen, die Schwer- und Palliativpflegefälle und für Demenzkranke.

Belia will sich ausdrücklich der Nachbarschaft öffnen. Dieses Prinzip gelingt in Riemke inzwischen gut, sei es bei gemeinsamen Festen oder zum Mittagstisch. Zudem nutzen Vereine wie Chöre Räume in der Einrichtung für ihre Proben. „Das wollen wir hier auch erreichen. Die Residenz und ihre Bewohner sollen fester Teil des Quartiers werden“, so Anspach. Offen für Gäste werden Restaurant und Café sein, versorgt durch die hauseigene Vollküche.

Molszich: Der Bedarf ist weiter da

Sechs Parkplätze werden am Beethovenweg angelegt, acht weitere wird es seitlich zum Gebäude geben. Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD): „Nicht optimal, aber andere Einrichtungen haben teilweise noch wenige Stellplätze.“ Der Betreiber setzt darauf, dass die künftigen Mitarbeiter mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen.

Der Bedarf an weiteren Altenpflegeeinrichtungen sei weiterhin vorhanden, ist sich Molszich sicher. Das zeige sich auch daran, dass die SBO-Senioreneinrichtrungen der Stadt GmbH am Beisenkamp ein neues Altenheim plane. Bedarf sieht er auch in den anderen Stadtteilen.

Mädels und Jungs der evangelischen Kita Emilstraße, die schon an der Grundsteinlegung teilnahmen, sorgten mit einem Ständchen für Unterhaltung unter dem Richtkranz.

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