Osterfeuer Eppendorf

Feuervogel Phönix entfacht das Osterfeuer in Eppendorf

Das traditionelle Osterfeuer auf dem Gelände des Eppendorfer Heimatvereins ist immer ein Besuchermagnet. Foto:Ingo Otto

Das traditionelle Osterfeuer auf dem Gelände des Eppendorfer Heimatvereins ist immer ein Besuchermagnet. Foto:Ingo Otto

Wattenscheid.  Rund 1000 Besucher bei einem der größten Osterfeuer der Stadt auf Gelände des Thorpe Heimatvereins. Selbstgebauter Phönix entzündet 400 Tannen.

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Spektakulär ist es – immer wieder: das Osterfeuer des Eppendorfer Heimatvereins am Thorpe Heimatmuseum. Und es ist ein Besuchermagnet. „Rund 1000 Gäste sind gekommen“, schätzt Gerd Robok, Vorsitzender des Eppendorfer Heimatvereins.

Spektakel begeistert Publikum

Seit über 20 Jahren lädt der Verein zum feurigen Schauspiel und lässt sich immer wieder eine neue Attraktion einfallen, wie das Feuer entzündet wird. Doch in diesem Jahr sollte es noch spektakulärer werden. Ein selbstgebastelter Feuervogel, ein Phönix, flog an einem Stahlseil vom Dach des Heimatvereins über den gesamten Platz und die Zuschauer hinweg bis zum sorgsam vorbereiteten Holzhaufen. Er sorgte mit einer punktgenauen Landung in einem mit Spiritus getränkten Strohballen für die ersten, hell auflodernden Flammen, die schnell auf die aufgehäuften Tannen übersprangen.

Großer Holzhaufen

Setzten die Mitglieder des Vereines die großen Holzhaufen in den Anfangsjahren noch wie Pfadfinder, mit Steinen und Stahl, in Brand, wurden 2016 brennende Pfeile in die aufgehäuften Bäume geschossen. Vor zwei Jahren hatten singende und tanzende Hexen das Feuer mit brennenden Besen entzündet. Robok und sein Team zählen die Gäste per Bratwurst-Verkauf. „Pro Besucher wird ungefähr eine Bratwurst verkauft. So können wir hinterher nachhalten, wie viele Leute gekommen sind,“ sagt er. Doch nicht nur die Bratwürste kamen gut an, auch der Feuervogel sorgte für Begeisterung. „Das war eine sehr schöne Idee“, schwärmte Barbara Baasner, die den Flug des Phönix beinahe sogar verpasst hätte. „Ich kam gerade hier an, als der Vogel in den Scheiterhaufen flog.“ Auch Michael Jost, der das Osterfeuer zusammen mit seinem kleinen Sohn bestaunte, war von der Aktion angetan: „Der Heimatverein lässt sich immer etwas Außergewöhnliches einfallen.“

Tiere vorher retten

Ungefähr zweieinhalb Stunden brannte das Osterfeuer, bis es gegen 22 Uhr von einem Team der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht wurde. Die knapp 400 Tannen hatten die rund 30 Helfer, allesamt aktive Mitglieder des Heimatvereins, erst am Morgen selbst aufgehäuft. „So können wir vermeiden, dass sich in dem Haufen Tiere einnisten“, erklärte Robok. „Schließlich wollen wir die ja nicht verbrennen lassen.“ Igel und Vögel hätten keine Chance gehabt, den Flammen zu entkommen.

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