Ehrenmal

Denkmal in der vorhandenen Form erhalten

Stark sanierungsbedürftig ist das Ehrenmal.

Foto: Gero Helm

Stark sanierungsbedürftig ist das Ehrenmal. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die sanierungsbedürftige Krypta im Ehrenmal-Park soll als Denkmal in der vorhandenen Form erhalten werden.

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Das fordert Heinz-Werner Linke von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wattenscheid (UWG). „Ich lehne den Vorschlag ab, sie zuzuschütten.“

„Das Planungsbüro DTP hat einen einfachen und meiner Meinung nach unmöglichen Vorschlag gemacht, nämlich die Krypta zu verfüllen. Ich denke, hier ist kein Plan zum optimalen Vorgehen gemacht worden. Für solch eine geistlose Lösung brauche ich kein Planungsbüro.“

Krypta nicht zuschütten

Das Problem der beschädigten Krypta und Veränderungsvorschläge dazu waren zuletzt in der Bezirksvertretung ein kontrovers diskutiertes Thema. Heinz-Werner Linke betont, „die Krypta wurde von der Stadt Wattenscheid mit der Ehrentafel ausgestattet und den 2037 Gefallenen (Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945) zur Ehre und zum Gedenken gewidmet. Das habe ich auch in der Sitzung deutlich gemacht und darauf hingewiesen, dass eine Darstellung der Granittafeln im Außenbereich von möglichen ,Chaoten’ und ,Sprayern’ als Hintergrund für alle radikalen Sprüche (rechts oder links) benutzt werden kann. Diese ganze Anlage ist ein Denkmal und sollte auch so behandelt werden.“

Obere Denkmalbehörde skeptisch

Er begrüßt, dass die Obere Denkmalbehörde (LWL) das ähnlich sieht und die vom Büro DTP vorgeschlagene Lösung zum Umgang mit dem Bauwerk ablehnt, da dies einen „erheblichen Eingriff“ darstelle. Die Obere Denkmalbehörde empfiehlt in ihrer Stellungnahme, die vorhandene Form des Denkmals zu erhalten bzw. instandzusetzen. Linke: „Gegebenenfalls könnten in der Krypta abstützende Stahlträger verwendet werden, um statische Probleme zu lösen.“

„Neuinterpretation“ vorgeschlagen

Der DTP-Vorentwurf schlägt eine „Neuinterpretation“ des Ehrenmals vor: Dabei wird die Krypta verfüllt, Altar und Gedenkplatte werden oben auf der Fläche aufgebaut; der Bereich zwischen den beiden Treppen wird als Sitzstufenanlage ausgebildet und so zu einem kommunikativen Ort; eine Panzerglasscheibe soll Durchblick in den Krypta-Bereich ermöglichen. Die Untere Denkmalbehörde (Stadt) ist bereit, entgegen der Stellungnahme des LWL dafür eine denkmalrechtliche Genehmigung zu erteilen. Zudem schlägt das DTP-Büro vor, auf der Achse Richtung Norden als Gegenüber zum Ehrenmal eine ca. 50 cm hohe Bühne aufzubauen. Geschätzte Kosten für die Sanierung des Baudenkmals Ehrenmal: rund 650 000 Euro.

Zurzeit ist das Bauwerk mit einem Zaun abgesperrt, da die östliche Pergola durch einen umgestürzten Baum zerstört wurde.

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