Den ungewöhnlichen Antrag hatte der Bürgerschützenverein Horneburg gestellt. Zwischen 1514 und 1706 sind im Vest Recklinghausen 130 Menschen nach unmenschlichen Folterverhören als Hexen oder Zauberer hingerichtet worden. Viele Todesurteile waren auf Schloss Horneburg gesprochen worden.
Alle Parteien schlossen sich dem Antrag an. DSP-Fraktionschef Manfred Krause flachste: "Ich habe mich informiert: Da werden keine Regressansprüche auf uns zukommen." Die übrigen Fraktionschefs nahmen die Sache ernster. "Das ist lange her, aber auf Dattelner Gebiet geschehen", sagte CDU-Chef Dr. Jürgen Wutschka und regte an, eine Tafel oder einen Gedenkstein in Horneburg aufzustellen. Bürgermeister Wolfgang Werner meinte: "So wie ich die Horneburger kenne, werden die das schon machen".

