Landtagswahl

Wie die Stadt Velbert eine Wahl auf die Beine stellt

Horst Hillebrand vom „Projektteam Wahlen“ der Stadt Velbert zeigt den Stimmzettel für die Landtagswahl in NRW am 14. Mai.

Foto: Alexandra Roth

Horst Hillebrand vom „Projektteam Wahlen“ der Stadt Velbert zeigt den Stimmzettel für die Landtagswahl in NRW am 14. Mai. Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Horst Hillebrand ist seit 1992 Mitglied des „Projektteams Wahlen“ der Stadt. Hier lesen Sie, worum er sich alles dabei kümmern muss.

Eine gute Wahl: Die wünscht sich Horst Hillebrand bei der Landtagswahl am 14. Mai. Er ist als Mitglied des „Projektteams Wahlen“ der Stadt auch mit dafür verantwortlich, dass in Velbert alles reibungslos bei der Stimmabgabe verläuft – und hat nun alle Hände voll zu tun. So müssen etwa die Wahlbenachrichtigungen für die rund 60 000 Stimmberechtigen verschickt und alle Anträge für Briefwahlunterlagen bearbeitet werden – allein bis gestern sind dafür bereits 3000 Anfragen, auch per Internet, eingegangen.

Nicht alle Benachrichtigungen kommen an

Doch natürlich kommen nicht alle Wahlbenachrichtigungen an, wie Hillebrand aus Erfahrung weiß: „Es ist normal, dass einige Bescheide unzustellbar sind. Manchmal treffen die Unterlagen auch unterschiedlich ein, zum Teil sogar innerhalb einer Familie“, führt der 61-Jährige aus, der seit 1992 dem Projektteam Wahlen angehört.

Und wie zum Beweis meldet sich prompt eine Dame telefonisch bei ihm. Doch Hillebrand kann sie gleich beruhigen: „Sie sind im Wählerverzeichnis registriert“, sagt er und erläutert ihr zudem, wie sie per Briefwahl abstimmen kann und dass sie auch ohne Benachrichtigung unter Vorlage ihres Personalausweises oder Reisepasses wählen darf.

In der Stadt befinden sich 68 Wahllokale

Insgesamt gibt es 68 Wahllokale (sowie 12 Briefwahllokale) in Velbert. Diese befinden sich oft in städtischen Immobilien wie Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Kitas. In Sparkassen hingegen wird nicht, wie bislang, gewählt. Hillebrand: „Das wird wegen der Überwachungskameras aus Datenschutzgründen nicht mehr gemacht.“ Dafür würden nun im Alldie-Kunsthaus Wahlurnen aufgestellt.

In den am Donnerstag oder Freitag vor der Wahl ausgelieferten Wahlkabinen können Bürger dann ihr Kreuzchen machen, es treten sieben Parteien für das Direktmandat (Erststimme) an. 31 Parteien buhlen um die Zweitstimme. „Das sind viel mehr als bei der Landtagswahl 2012. Da passten alle Parteien auf ein DIN-A-4-Blatt. Nun hat der Wahlzettel das Format von zwei DIN-A-4-Blättern“, erläutert Hillebrand.

600 Helfer stehen bereit

Damit am Tag der Wahl selbst alles funktioniert, stehen rund 600 Wahlhelfer zur Verfügung – so weit hat die Stadt auch schon alle zusammenbekommen. „Sie treffen sich gegen 7.30 Uhr, die Wahllokale sind dann von 8 bis 18 Uhr geöffnet“, berichtet Hillebrand, der im Hauptberuf für den Geschäftsbetrieb des Rathauses zuständig ist. Danach wird ausgezählt. Spätestens um 21 Uhr werde das Endergebnis erwartet, das im Rathaus verkündet wird.

Für Hillebrand ist es übrigens die letzte Landtagswahl, die er vor dem Ruhestand betreut. „Danach kommt nur noch eine Bundestagswahl für mich.“ Und wenn dann die Sehnsucht nach Wahlorganisationen zu groß wird, springt er als Wahlhelfer ein? „Das werden wir dann sehen“, sagt er lächelnd.

>> Hier kann man Wahlunterlagen anfordern

Wer noch keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, sollte sich unter sden Telefonnummern (02051) 26-2452/ 26-2567 melden.Mit dem auf der Rückseite des Bescheids aufgedruckten Formular können Bürger Briefwahlunterlagen anfordern. Anträge können auch persönlich oder auf www.velbert.de gestellt werden. In den Servicebüros kann man auch vorab wählen und die Briefwahlunterlagen gleich abgeben.

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