Bewegung

Velbert probt für die Kampagne „One-Billion-Rising“

Die Choreographie ist nicht ganz einfach, deshalb wird jetzt in Velbert geübt.

Die Choreographie ist nicht ganz einfach, deshalb wird jetzt in Velbert geübt.

Foto: SVG

Velbert.  Am 14. Februar findet weltweit die Kampagne gegen „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ statt. Erstmals macht Velbert mit bei der Aktion.

Rund 20 Menschen haben sich im Mehrzweckraum der Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg versammelt. Was sie dort wollen? Gemeinsam tanzen. Auf dem Programm stehen aber nicht Discofox und Rumba, sondern die Choreographie zu dem Tanz, der seit 2012 alljährlich bei „One Billion Rising“ getanzt wird, der weltweiten Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Ganz vorne auf der kleinen Bühne steht Lorenza Mace-Gries, Inhaberin von „Lolas Tanzstudio“, die das Einstudieren der Schritte bei den öffentlichen Trainingsstunden übernommen hat.„Vier Schritte auf der Stelle laufen, dann einen Ausfallschritt nach rechts, danach einen nach links“, gibt Lola die Anweisungen, die die Frauen und Männer hinter ihr umzusetzen versuchen. Erstmal ohne Musik und etwas langsamer, damit auch alle mitkommen.

Die Ersten sind außer Atem

„Geht das?“ fragt Lola Mace-Gries und „Ja, das klappt gut“, kommt die positive Rückmeldung der Tänzerinnen. Dann wird es komplizierter: Ein Kreuzschritt folgt, eine Drehung um die eigene Achse und gleich 16 Cha-Cha-Schritte hintereinander. Und während die warmen Pullis in die Ecken fliegen, kommen die ersten außer Atem:„Ich kann nicht mehr“, klingt es durch den Raum.

Alle Hände klatschen im Takt

„Wichtig ist, dass Ihr lacht!“, hält die Trainerin dem fröhlich entgegen und Sabine Reucher, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Velbert, erinnert noch einmal daran, dass es keinesfalls darum geht, perfekt zu sein. „Wer rauskommt, macht einfach wieder mit. Schön wäre es, wenn alle Teilnehmer schwarze, rote oder pinke Kleidung tragen würden.“ Nach einer Dreiviertelstunde sieht das, was die kleine Truppe gelernt hat, richtig gut aus. Alle Hände klatschen im Takt, rhythmisch bewegen sich Hüften und Füße - und das Lächeln klappt auch hervorragend.

Dagmar Lux macht ein Video von der vollständigen Choreographie: „Ich habe noch einen Freundeskreis von zehn bis 15 Frauen von der kfd, wir wollen noch einmal gemeinsam proben. Frauenrechte sind uns wichtig, wir wollen mit der Teilnahme an der Aktion ein Zeichen setzen.“ Alle anderen, die das auch wollen, können noch zu den Proben am Montag, 10. Februar, um 17.15 (Lolas Tanzstudio, Wiesenweg 60,Panoramabad) und Mittwoch, 12. Februar, um 17 Uhr (Villa B,Generalprobe) kommen. Die Aktion selbst findet am Freitag, 14. Februar, statt, Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem Platz Am Offers/Ecke Friedrichstraße.

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