Ausstellungseröffnung

Schwarz-Weiß-Fotos zeigen Langenberg im Wandel der Zeit

Langenberg.   200 Besucher unternehmen am Sonntag auf Einladung von Hans-Dieter Conzeim AlldieKunst-Haus einen „Spaziergang durch Langenberg“.

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„War da nicht die Frau mit der Puppenklinik drin?“, fragte Ursula Plitt, die seit über 40 Jahren in Langenberg lebt und eine von rund 200 Besucher/innen im AlldieKunst war. Wohl selten waren gleichzeitig so viele Menschen zusammen, die darauf antworten können: Bei der gestrigen Eröffnung der Fotoausstellung „Spaziergang durch Langenberg“ von Hans-Dieter Conze.

In den Räumen des ehemaligen Aldi-Marktes zeigt seit gestern der Verein Kunsthaus Langenberg die Bilder, die über vier Monate in Velbert-Mitte zu sehen waren. Doch längst nicht alle Langenberger hatten den Weg ins Schloss- und Beschlägemuseum gefunden. Um den Besuch vor allem den Älteren leichter zu machen, fuhren die Busse des Bürgerbus‘ Langenberg drei Linien während der Eröffnungsveranstaltung an. Über 30 Fahrgäste machten von diesem kostenlosen Angebot Gebrauch.

Manches wurde inzwischen schon abgerissen

Darunter auch Marianne Bargel und Amalie Bergmann. Die Frauen laufen gerade die Schwarz-Weiß-Bilder der Voßkuhlstraße ab. Die Sprungmannsgasse habe sie nicht auf Anhieb erkannt, gesteht Amalie Bergmann. Zuvor waren sie auf der Suche nach einem bestimmten Haus in der Kuhstraße gewesen. Marianne Bargel hatte für einige Zeit in der Kuhstraße 7 gewohnt: „Das wurde abgerissen.“ – So wie einige andere Häuser auf den Bildern, die in einem Zeitraum von über 50 Jahren entstanden sind.

Immer wieder stößt man auf Grüppchen, in denen rege diskutiert wird. So stehen die beide älteren Frauen gerade noch vor einem Bild, das den früheren Mühlengraben zeigt, als Karl Wilhelm Wilkesmann dazu stößt. Er kann sich nicht mehr daran erinnern, wo das Mühlenrad war. Bernd Linkert kommt dazu, zeigt, wo genau der abgezweigte Bach wieder in den eigentlichen Hardenberger Bach zurückgeführt wurde.

Die „alte“ Altstadt wird wieder lebendig

Zu Peter Dettling und Ursula Plitt gesellen sich Engelbert Sobol und Gerd Berker. Auch diese Gruppe geht zurück in die Vergangenheit. Man ist gerade beim Antiquitätengeschäft im ehemaligen Haus Kunzendorf angelangt, als Ute Berker dazu kommt und sich an „Frau Abel“ erinnert. Ob Personen, Geschäfte, Häuser oder ganze Geschichten: Im AlldieKunst-Haus werden bei entspannter Kaffeehausmusik, die Peter Hillmann am Flügel beisteuert, Bilder aus der Altstadt wieder lebendig.

Beate Hoppe ist begeistert: „Ich könnte mir die Ausstellung stundenlang ansehen.“ Gerade die großformatigen Bilder, mit Teleobjektiv aufgenommen, haben es ihr angetan. Für AlldieKunst-Mitarbeiterin Birgitt Haak ist der Besuch allerdings noch nicht ganz zu Ende. Sie hat Hans-Dieter Conze für Langenbergs Bürgerfunker vom „extraRadiO“ interviewt. Wann der Beitrag gesendet wird, ist noch nicht klar.

Klar ist nur eines: Die Zusammenarbeit von Bürgerbus, Kunsthausverein und den anderen ehrenamtlich Engagierten hat zu einem wahren „Spaziergang durch (Alt-)Langenberg“ geführt.

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