Landtagswahl

Martin Sträßer (CDU) zieht in den Düsseldorfer Landtag ein

Nach den ersten Hochrechnungen brach in der Geschäftsstelle der Velberter CDU Jubel aus.

Foto: Alexandra Roth

Nach den ersten Hochrechnungen brach in der Geschäftsstelle der Velberter CDU Jubel aus. Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Der CDU-Mann aus Wülfrath holt den Wahlkreis direkt. Volker Münchow (SPD) verliert sein Mandat, obwohl er in Velbert leicht vorne lag.

Große Enttäuschung bei der SPD, Jubel bei der CDU: Martin Sträßer hat den Wahlkreis 39 knapp gewonnen und wird erstmals in den Düsseldorfer Landtag einziehen. Der bisherige Amtsinhaber Volker Münchow (SPD) konnte seinen Direktwahlkreis nicht verteidigen und wird dem neuen Landtag nicht mehr angehören. Er war über die Landesliste seiner Partei nicht abgesichert.

In Velbert ganz leicht vorn

Während Münchow in Velbert leicht vorn lag, gewann der Wülfrather Sträßer in seiner Heimatstadt und in Teilen von Mettmann. Auch bei den Zweitstimmen lag die SPD in Velbert ganz leicht vorn. Die FDP war hier deutlich zweistellig, während die Grünen gerade einmal die fünf Prozent schafften. Die Rechtspopulisten von der AfD kamen auf fast zehn Prozent. Erfreulich: Die Wahlbeteiligung lag mit 65,4 Prozent gut sechs Prozentpunkte höher als vor fünf Jahren.

Jubel bei der CDU

In der Velberter CDU-Zentrale herrschte gelöste Stimmung, angesichts des Abschneidens von Martin Sträßer und des Erfolgs in Düsseldorf, wo die rot-grüne Landesregierung abgelöst wird. Der ehemalige Landtagsabgeordnete Marc Ratajczak: „Wer hätte das vor drei Monaten gedacht. Ich bin so nervös, als wäre es meine eigene Wahl“ (Er hatte 2005 und 2010 den Wahlkreis für die CDU direkt geholt). „Ich hatte genau diese spannende Situation befürchtet“, sagte Martin Sträßer, der den Stress gemeinsam mit seiner ganzen Familie durchlebt hat. „Jetzt bin ich erleichtert und froh, dass es geklappt hat.“

Frust bei der SPD

Frust dagegen in der Gaststätte „Thomas Carré“. Hier hatte sich die SPD versammelt, vorneweg Volker Münchow (56). „Das ist ein frustrierendes Ergebnis“, kommentierte er. „Das ist ganz bitter. Fünf Jahre Einsatz haben sich nicht ausgezahlt. Am Dienstag gehe ich zum Arbeitsamt“, fügte er hinzu.

Gründe für das schlechte Abschneiden sieht er vor allem im Wahlkampf der Landes-SPD. „Das war sehr verhalten, da hat die Power gefehlt. Uns ist es nicht gelungen, unsere Themen zu platzieren, klar zu machen, wo wir gute Arbeit geleistet haben.“

Ergebnis so nicht erwartet

Jubelstimmung dagegen bei der FDP. Jörg Weisse, Vorsitzender des Stadtverbandes: „Wir haben das Ergebnis so nicht erwartet. Aber wir haben gute Arbeit geleistet. Insgesamt haben wir uns neu aufgestellt und so glaubhaft rübergebracht, dass wir eine andere Politik machen.“ FDP-Direktkandidat Thorsten Hilgers fügte hinzu: „Schon an den Wahlständen haben wir gemerkt, dass die Stimmung gut für uns ist.“ Vor allem die Schulpolitik und die Sicherheitspolitik der scheidenden rot-grünen Regierung hätten die Menschen kritisiert.

Martin Sträßer ist bereits zweimal Direktkandidat bei Landtagswahlen gewesen und jedesmal leer ausgegangen, obwohl er gute Ergebnisse eingefahren hatte. Diesmal hat es nun geklappt.

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