- Die Kompetenzagentur Velbert begleitet junge Erwachsene ab dem letzten Schuljahr
- Ein Mal im Jahr lädt sie die Partner aus Wirtschaft, Verwaltung und sozialen Organisationen ein
- Persönliche Treffen der Mitarbeiter erleichtern oft die spätere Arbeit im Alltag
Stimmgewirr, Kaffeeduft und frische Brötchen: Die Kompetenzagentur Velbert hatte zum Netzwerktreffen ins Stadtteilzentrum der Awo geladen – und ganz viele waren dem Ruf gefolgt.
„Ein Mal im Jahr laden wir unsere Netzwerkpartner ein“, sagt Kristina Frinke, die für den SKFM für die Kompetenzagentur zuständig ist. Das heißt: Vertreter vom Kreis Mettmann, von Schulen, den anderen Trägern der Agentur, der Verbraucherzentrale oder der Wirtschaft versammeln sich – zwanglos, bei einer Tasse Kaffee. „Gleichzeitig ist das ein Dankeschön für die Unterstützung, die wir bekommen“, ergänzt Ann-Cathrin Westhoff, die die Arbeit der Kompetenzagentur von Seiten der Stadt Velbert koordiniert.
Und die Gäste schätzen das entspannte Treffen: „Wir sind das ganze Jahr über in Kontakt, aber meist am Telefon“, erzählt Gabriele Mirgel von der Awo. „Hier lernen wir dann auch die Gesichter zur Stimme kennen.“ Judith Ortmann von der Fachstelle Sucht der Bergischen Diakonie sieht das genau so: „Der persönliche Kontakt ist einfach ganz wichtig, der erleichtert die Arbeit enorm.“
Wichtige Lotsenaufgabe
Denn die Kompetenzagentur – getragen durch Awo und SKFM – erfüllt eine wichtige Aufgabe: „Wir unterstützen Jugendliche und junge Erwachsene vom letzten Schuljahr bis zu einem Alter von 26 Jahren“, erläutert Kristina Frinke. Zwar würde in den Schulen viel rund ums Thema Bewerbung gemacht, aber: „Nicht jeder bekommt von zu Hause die Unterstützung, die notwendig wäre. Da setzen wir dann an.“
Die Kompetenzagentur stellt etwa Kontakt zu Firmen her, ein Bereich, „den wir gerne ausbauen würden“, sagt Kristina Frinke. „Es wäre schön, wenn mehr Firmen auch Jugendlichen eine Chance geben würden, die nicht ganz so den perfekten Hintergrund haben.“
Einer, der ganz frisch bei der Kompetenzagentur ist, ist Martin Müller. Seit Juni ergänzt er das Team, arbeitet auch im Jugendzentrum BiLo. „Die Arbeit hier macht unglaublich viel Spaß, ist aber gleichzeitig eine enorme Herausforderung – je nach Biographie und Werdegang des jungen Erwachsenen.“ Für ihn seit das Netzwerktreffen zudem eine gute Gelegenheit, seine Kontakte weiter auszubauen: „Ich komme aus Wuppertal, da habe ich mein Netzwerk“, sagt Müller. „Aber je mehr Leute ich kennen lerne, desto besser.“
Da das Treffen immer im Wechsel bei SKFM und Awo stattfindet, ist im nächsten Jahr der SKFM an der Reihe. Denn die Veranstaltung soll beibehalten werden.


