Ein richtig erfolgreicher Jahrgang sei es, der da gerade seinen Abschluss feiere. Uwe Heidelberg, seines Zeichens Schulleiter der Heinrich-Kölver-Realschule Tönisheide, ist begeistert. „Alle 88 Schülerinnen und Schüler haben ihren Abschluss geschafft“, sagt er. Und rund 70 Prozent haben die Qualifikation, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. „Das ist eine tolle Quote, das kann man nicht anders sagen.“ Besonders freut ihn, dass auch Khaled Alwan sein Zeugnis in Empfang nehmen darf – denn der junge Iraker lebt erst seit zwei Jahren in Deutschland. „Klasse Leistung“, lobt Heidelberg.
Ehrung für die drei Klassenbesten
In einer stimmungsvollen Feier nehmen die Jugendlichen ihren Abschied von der Schulzeit – fein rausgeputzt: die Jungs mal klassisch elegant im Anzug oder lässig chic mit Jeans und Sakko, die jungen Damen überwiegend feierlich im Abendkleid. Wie es sich für eine Feier der HKS gehört, ist auch die Schulband mitsamt Schulleiter dabei, singt zum Auftakt „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Nicht das letzte Mal auf der Feier, dass Uwe Heidelberg in die Saiten greift.
Bevor es jedoch die Zeugnisse gibt, stehen erst einmal drei Schüler ganz besonders im Mittelpunkt: Tuğba Ata (10 a), Neşe Salviz (10 b) und Berkay Cetin (10 c). Diese drei sind die jeweils Besten ihrer Klasse. Und Tuğba setzt noch einen drauf, erreicht den besten Abschluss der ganzen Schule: „Bei ihr ist aber was schief gelaufen“, scherzt Schulleiter Uwe Heidelberg. „Sie hat in Physik nur eine Zwei bekommen.“ Sonst habe sie nämlich nur Einser auf dem Zeugnis.
Schüler genießen den Moment
Für die Stadt wendet sich der stv. Bürgermeister Emil Weise an die Absolventen, wünscht ihnen, dass sie im Leben ihren Weg gehen – „auch wenn der mal mit Schlenkern verbunden ist. Das gehört einfach dazu.“ Wichtig sei, dass man „ein Ziel vor Augen habe.“ Kurz und knapp fällt die Abschiedsrede der Schulpflegschaftsvorsitzenden Sandra Böhm aus, auch die Schülersprecher fassen sich kurz – danken unter anderem augenzwinkernd den Eltern, dass sie „immer das Kopiergeld bezahlt haben.“
Nach einem weiteren Lied – einem umgedichteten „Highway to hell“ – verabschiedet sich schließlich auch Uwe Heidelberg von den Schülern, erinnert die Absolventen dabei musikalisch an den Wert der Freiheit. Dann – endlich – gibt es die Zeugnisse: Viel Applaus, stolze Eltern, die mit gezückten Digitalkameras und Smartphones den Mittelgang stürmen und glücklich strahlende Schülerinnen und Schüler, die den Moment sichtbar genießen.


