Reiten

In der Landreitschule hatten Ferienkindern ihr eigenes Pony

Seht her, was ich kann: Leni zeigt am letzten Tag des Ferienkurses stolz ihr Können.

Seht her, was ich kann: Leni zeigt am letzten Tag des Ferienkurses stolz ihr Können.

Foto: Funke Foto Services

Neviges.   Einmal ein Pony ganz für sich allein zu haben: Diesen Traumerfüllte die Landreitschule Wera Langer Kindern mit ihrem Ferienkurs. Am Ende der Woche zeigte alle stolz, was sie im Reitkurs gelernt haben.

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Ob Hund, Katze, Pferd oder Gans. In Wera Langers Landreitschule fühlen sich alle wohl – natürlich auch die Kids, die bei der Ferienwoche rund um das Motto „Pippi Langstrumpf“ mitgemacht haben. Was für ein Ferientraum: Jeder hat für diese Zeit sein eigenes Pony – das ist für die Kursleiterin sehr wichtig. „Wir haben hier kleine Gruppen, jeder findet das passende Pony und baut zu ihm in dieser Zeit ja auch Vertrauen auf.“

Sie weiß, dass es wichtig ist, dass Kinder von klein auf mit der Natur und Tieren in Berührung kommen. Daher beginnt der Morgen in der Ferienwoche auch stets mit einer Fütterung von allen Tieren. „Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und in der Gruppe werden soziale Kontakte gestärkt.“

Keine Spur von Leistungsdruck

Im Umgang mit den Tieren lernen die kleinen Reitschüler aber auch, ruhiger zu werden – „und sie lernen, dass es bestimmte Verhaltensregeln gibt, wie beispielsweise einen großen Bogen um den Popo des Pferdes zu machen.“ Hufe auskratzen, Mähne, Schweif und Fell bürsten, das gehört genauso zum Programm und macht allen in der Gruppe Spaß. Denn gerade hier können sie den vierbeinigen Freund am besten kennen lernen.

Renée (12) hat lange gebraucht, bis sie das passende Pony gefunden hat – sie nimmt schon seit einiger Zeit Reitstunden bei Wera Langer. Kurz vor den Ferien hat sie dann eine tolle Partnerin in Chocolate gefunden, einer dunkelbraunen Ponystute. Stolz erzählt sie: „Bei mir hält sie immer still, wenn ich mich um sie kümmere, das macht sie nicht bei jedem.“ Als es daran geht, Chocolate den Kopf zu kraulen, schreitet Renée ein: „Sie mag es überhaupt nicht an den Ohren“.

Hier erwartet die Kinder eine Welt fernab jeglicher Hektik. „Der Leistungsdruck auf die Kinder wird immer größer, die Pferde aber verlangen nichts von ihnen“, so Wera Langer. „Im Gegenteil, sie spüren unsere Nervosität, die überträgt sich auf sie“, weiß Renée.

Und so steht Chocolate schick gemacht in der Box und wartet total gelassen auf den großen Auftritt. Eben weil ihr Teilzeitfrauchen auch entspannt ist. Heute präsentieren die Kids ihren Eltern nämlich, was sie alles gelernt haben. Für diese Vorstellung wurden Mähnen geflochten, Hufe geölt und das Fell mit Fingerfarbe verziert.

Der Abschied fiel allen schwer

„Durch den regelmäßigen Umgang mit dem Tier werden die Kinder wesentlich selbstsicherer. Wir hatten bei dem Kurs ein Mädchen, dass wollte anfangs nicht das Pferd von der Weide führen – mittlerweile hat sie keine Berührungsängste mehr.“ Dennoch hoffen die Kids, dass alles beim großen Auftritt klappt. Die Eltern staunen nicht schlecht, was ihr Nachwuchs alles in der kurzen Zeit gelernt hat. Als dann die Kinder auf der entspannten Ponystute Cindy voltigieren, eine Mühle machen und schließlich auf dem Rücken sicher stehen, ist die Begeisterung groß und vor allem deutlich: Die Kinder haben neben einer Menge Spaß auch viel Körpergefühl, Sicherheit und jede Menge Liebe von den Tieren mit nach Hause genommen.

Klar, dass sich da beim Abschlussgrillen niemand so recht von seinem flauschigen Freund trennen wollte. Die jedoch grasten bereits genüsslich auf der Weide und erhielten so ihren wohlverdienten Lohn für die tolle Show.

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