Tierschutz

Grüne fordern Katzen-Kastrationen in Velbert

Freilebende Katzen sollten kastriert werden, fordern die Velberter Grünen.

Freilebende Katzen sollten kastriert werden, fordern die Velberter Grünen.

Foto: Daniel Volkmann

Velbert.   Im Velberter Stadtgebiet leben immer mehr freilaufende Katzen. Ein Tier kann innerhalb von fünf Jahren 11.000 Nachkommen haben.

Die Grünen-Fraktion möchte eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen einführen. Dies geht aus einem Antrag hervor, den die Fraktion für den Haupt- und Finanzausschuss am 12. Februar sowie für den kommenden Rat am 26. Februar eingereicht hat. Die Kastrationen sollten demnach im Rahmen der Katzenschutzverordnung geschehen.

89 Katzen in einem Jahr eingefangen und kastriert

In ihrem Schreiben lassen die Grünen verlauten, die Population freilebender Katzen würde im Velberter Stadtgebiet kontinuierlich wachsen. Hierbei beruft sich die Fraktion auf Uta Schokolinski vom Tier- und Naturschutzverein Niederberg. Sie bestätigt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass die Populationen tatsächlich steigen. 2018 habe sie 89 wildlebende Katzen gefangen und kastriert, 2017 seien es hingegen nur 53 und 2016 48 gewesen.

Schokolinski vertritt die Meinung, dass jede wildlebende Katze kastriert werden müsse. Allein in Birth, erzählt sie, habe sie eine Population von rund 20 wildlebenden Tieren kastrieren und danach an Haushalte vermitteln lassen, die alle von einem einzigen Kater abstammten. „Freilebende Katzen können circa zweimal pro Jahr vier bis sechs Junge bekommen. Bei nur einem Tier sind das bis zu zwölf Jungtiere im Jahr“, heißt es vonseiten der Grünen zu dem Thema. Die Politiker schließen daraus: „Ausgehend von einer unkastrierten Katze kann die Population in fünf Jahren auf über 11000 Tiere anwachsen.“

„Wir können nicht alles allein machen“

Falls der Antrag tatsächlich angenommen werden sollte, würden einige Kosten auf die Stadt zukommen. „Die Arbeit muss verteilt werden“, sagt Schokolinski, „das könnten wir nicht alles alleine machen“. Denn nicht nur müssen die Tiere gefangen werden, auch die Kastration ist zeit- und geldaufwendig. „Theoretisch müsste da ein Extra-Topf vom Ordnungsamt eingerichtet werden“, sagt die Tierschützerin.

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