Buchneuerscheinung

Chronik: Geschichte des Bürgervereins Langenberg

Machten die Chronik über die Geschichte des Langenberger Bürgervereins wahr: Autorin Rose Goldmann und Buchbindermeister Michael Rönsberg.

Foto: Ulrich Bangert

Machten die Chronik über die Geschichte des Langenberger Bürgervereins wahr: Autorin Rose Goldmann und Buchbindermeister Michael Rönsberg. Foto: Ulrich Bangert

Langenberg.   Mit dem drohenden Abriss ganzer Altstadt-Straßenzüge schlug 1972 die Geburtsstunde des Bürgervereins. Rose Goldmann widmete ihm eine Chronik.

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Es kommt in feinem Leineneinband daher, in edler Goldschriftprägung der Titel: „Chronik des Bürgervereins Langenberg“ hat Rosemarie Goldmann ihr Buch genannt, das jetzt in der Druckerei und Buchbinderei Michael Rönsberg erschienen ist. Zwei Jahre akribische Recherchearbeit, endloses Sichten von Archivmaterial, zahllose Zeitzeugengespräche und ungezählte Abende am Computer liegen dem Werk zugrunde, das auf 120 Seiten einen spannenden Einblick in das wohl wichtigste Kapitel von Langenbergs jüngerer Stadtgeschichte gewährt.

Viele Informationen in Wort und Bild auf 120 Seiten

„Ehrlich gestanden: Manchmal war ich verzweifelt und dachte, das schaffst du nie“, gesteht Rose Goldmann, die dem Bürgerverein viele Jahre als Vorstandsmitglied angehörte. Doch zum Glück habe ihr auch in diesen Stunden Ehemann Karl zur Seite gestanden – mit Rat und Tat, vor allem aber auch mit viel Fachwissen, das er sich als Stadtführer und durch langjährige Mitarbeit im Arbeitskreis Alt-Langenberg angeeignet habe.

Warum sich der Bürgerverein Anfang der 1970-er Jahre überhaupt (wieder) gründete, wer an der Gründungsversammlung teilnahm, wer im neu gegründeten Verein die ersten Vorstandsämter übernahm und welche Satzung man bei der Gründung verabschiedet: Bis ins Detail gibt das Buch Auskunft in all diesen, vor mehr als vier Jahrzehnten gelegten Fundamenten der Vereinsgeschichte. Und natürlich begegnet man auf 120 Seiten auch all jenen Langenbergern wieder, die sich mit ganzem Herzen dafür einsetzten, Langenberg vor der Abrissbirne zu bewahren, die schon drohend über der Altstadt schwang.

Als Paul Sauter in Gefängniskleidung durch den Ort lief

Der erste Vorsitzende Karl Brückmann, nur kommissarisch und ganze 22 Tage im Amt; Ernst Schreiber, der das Amt am 2. Mai 1972 übernahm; Wilhelm von Scheven, der nach Schreibers Tod bis 1974 das Amt innehatte; Uhrmacher und Goldschmied Hermanns Obermanns, von 1975 bis 1978 Vorsitzender, bevor mit Paul Sauter für zwei Jahre der wohl schillerndste, kampflustigste und humorvollste Vorsitzende den Verein leitet, ein echtes Original, er sich nicht einmal scheute, nach verlorenem Rechtsstreit mit dem Stadtdirektor in Gefängniskleidung durch Langenberg zu laufen.

Doch natürlich wird in Rose Goldmanns Chronik nicht nur an Menschen erinnerte. Illustriert mit zahlreichen Bildern und Dokumenten lässt Rose Goldmann in ihrem Buch auch wichtige Ereignisse aus vier Jahrzehnten Revue passieren: den Bau des von Dr. Hans Karl Glinz projektierten und für Langenberg so segensreichen Tunnels; den am Ende leider vergeblichen Kampf um die alte Lateinschule; die Gründung des Bücherstadt-Vereins oder des AlldieKunst-Hauses, die Sanierung des Bürgerhauses.

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