Bauvorhaben

Bürger informieren sich über Forensik-Pläne

Die Kleine Höhe in Wuppertal auf der Stadtgrenze zu Neviges: Hier will die Stadt Wuppertal Baurecht für eine forensische Landesklinik schaffen.

Foto: WAZ FotoPool

Die Kleine Höhe in Wuppertal auf der Stadtgrenze zu Neviges: Hier will die Stadt Wuppertal Baurecht für eine forensische Landesklinik schaffen. Foto: WAZ FotoPool

Neviges/Wuppertal.   Die Stadt Wuppertal hat in einer Bürgerversammlung eine Planskizze vorgestellt, wie eine Forensik auf der Kleinen Höhe aussehen könnte. Das Verfahren steht ganz am Anfang, noch gibt es kein Baurecht.

Noch ist nicht entschieden, ob auf der Kleinen Höhe in Wuppertal nahe der Stadtgrenze Neviges eine Klinik für psychisch kranke Straftäter gebaut wird. Wie bei jedem Bauvorhaben gibt es ein Bebauungsplanverfahren, und da begann jetzt die gesetzlich vorgeschriebene „frühzeitige Bürgerbeteiligung“. Unter anderem wurde vorgestellt, wie der Klinik-Komplex aussehen könnte.

Werde tatsächlich gebaut, dann frühestens ab 2019, so erklärte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal. Bisher hat die Stadt dem Land NRW lediglich auf der Kleinen Höhe ein 23 Hektar großes Grundstück angeboten; davon könnte auf fünf Hektar zwischen der Nevigeser Straße und dem Schanzenweg eine Forensik für 150 Straftäter errichtet werden.

Stadt hat Internetseite eingerichtet

Fünf Klinikgebäude, so hieß es auf einer Bürgerversammlung in Wuppertal, sind nach einem ersten Entwurf geplant. Zwei dreigeschossige Patientengebäude, ein Freizeit-Haus, eine Sporthalle und die Pforte. Ein Sportplatz und Parkplätze gehören ebenfalls zu der Klinik, die von einem 5,5 Meter hohen Zaun und einem breiten Sicherheitsstreifen umgeben ist.

Nach der Sommerpause, so ist es vorgesehen, werden auf weiteren Versammlungen auch die Ergebnisse der Gutachten vorgestellt: Begutachtet werden zum Beispiel die verkehrliche Erschließung des Grundstückes, Lärmemissionen, Denkmalschutz, landschaftspflegerischer Begleitplan, Artenschutz und Entwässerung.

Dazu Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke:„Die Bürger, natürlich auch die der Nachbargemeinden, werden viele Möglichkeiten haben, sich über alle Aspekte des Planverfahrens, aber auch über die verschiedensten Aspekte des Maßregelvollzugs zu informieren und darüber zu diskutieren. Alle Bedenken und Anregungen werden in das Verfahren einbezogen und sorgfältig abgewogen.“

Dass das Land NRW unabhängig davon bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Bauvoranfrage für die Müngstener Straße auf Lichtscheid einreichte, hat formal-juristische Gründe: Sollte es wider Erwarten doch keinen Bebauungsplan für die Kleine Höhe geben, hätte man eine Alternative in der Hinterhand. Denn das Land müsse, so eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums, auf jeden Fall „die erforderlichen Maßregelvollzugsplätze möglichst zeitnah zur Verfügung stellen“.

Alle Entwicklungen zum Bebauungsplanverfahren Kleine Höhe können auf der Internetseite der Stadt Wuppertal eingesehen werden: www.wuppertal.de/wirtschaft-stadtentwicklung/planverfahren/bebauung/Forensik.php

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