Politik

Bezirksausschuss setzt sich für Frühschwimmer ein

Auch Sonja Schramm bedauert es, dass die Stadtwerke mit Beginn der Hallenbad-Saison die Öffnungszeit für Frühschwimmer von 6.30 Uhr auf 8 Uhr verlegen.

Foto: Uwe Möller

Auch Sonja Schramm bedauert es, dass die Stadtwerke mit Beginn der Hallenbad-Saison die Öffnungszeit für Frühschwimmer von 6.30 Uhr auf 8 Uhr verlegen. Foto: Uwe Möller

Neviges.   Auf der Sitzung des Bezirksausschusses Neviges waren sich die Mitglieder einig: Die Startzeit 6.30 Uhr für Frühschwimmer muss bestehen bleiben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Im Panoramabad sollen Frühschwimmer auch in Zukunft die Möglichkeit haben, um 6.30 Uhr ihre Bahnen zu ziehen. Dafür machten sich die Mitglieder des Bezirksausschusses in ihrer Sitzung am Dienstagabend stark, und zwar Vertreter aller Fraktionen: Einstimmig wurde beschlossen, dass der Rat der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke die Weisung erteilen möge, die Frühschwimmerzeiten beizubehalten.

Neue Regelung greift ab der Hallen-Saision

Wie berichtet, haben die Stadtwerke als Betreiber der drei Velberter Bäder im Panoramabad die Anfangszeit für das Frühschwimmen von 6.30 Uhr auf 8 Uhr verlegt. Die Regelung greift ab sofort, jetzt da die Schwimmer in die Halle umgezogen sind.

Als Grund wurde genannt, dass sich Eltern mehr Schwimmkurse für Kinder wünschen. Da externe Lehrer jedoch nicht auf dem Arbeitsmarkt zu finden seien, so das Argument der Stadtwerke, müsse man auf sein eigenes Personal zurückgreifen. Und das hat naturgemäß Anspruch auf geregelte Arbeitszeiten – vor allem, wenn zusätzliche Arbeiten anstehen.

„Es trifft das beste Bad der Stadt“

„Wir sind dafür, dass der alte Zustand wieder hergestellt wird“, sagte Marlies Ammann (CDU) und verwies auf die Berufstätigen, für die das Schwimmen bei einer späteren Startzeit komplett ins Wasser falle. Zuvor hatten die Linken einen Antrag gestellt, der Bezirksausschuss möge die Verwaltung auffordern, die alten Zeiten beizubehalten – doch die Stadt Velbert ist ja der falsche Ansprechpartner.

Rat soll Stadtwerken eine Weisung erteilen

Brigitte Djuric (SPD) merkte an, dass „hier ohne Politik entschieden wurde“ und sich der Rat nun der Sache annehmen müsse. Dass ausgerechnet „im besten Bad der Stadt“, so August Friedrich Tonscheid, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Velbert anders, „eine Gesellschaft mal eben das Frühschwimmen streicht, das ist ein Unding.“ Die Stadtwerke hätten hier das Ortsrecht hintergangen.

Stadthalle wird abgerissen

Und sonst? Stand unter anderem mal wieder die Stadthalle auf der Tagesordnung. Die Linke hatte angefragt, ob es stimme, dass die Stadthalle nicht abgerissen werden könne, weil dann der ganze Hang an der Wilhelmstraße abrutsche. „Das ist ein Gerücht, an dem nichts dran ist“, erläuterte Andreas Sauerwein, Chef des Immobilienservice der Stadt Velbert. „Ich werde mit den Kollegen reden, dass der Abbruch bald beginnt.“ Die Wobau arbeite bereits an einem Konzept zur Bebauung der dann frei werdenden Fläche.

Sperrung der Nevigeser Straße verzögert sich

Eine Gnadenfrist von zehn Wochen bescheren die Technischen Betriebe Velbert (TBV) den Anwohnern der Nevigeser Straße in Tönisheide: Die Arbeiten zum Kanalbau und die damit verbundene teilweise Sperrung wurden von September auf Dezember verschoben, zurzeit laufen noch Ausschreibungen. Ab Dezember wird der Verkehr dann einspurig durch eine Bauampel geregelt.

Stadt Velbert hat Einwände gegen Forensik-Standort

Zum Thema Forensik: Hier habe die Stadt Velbert, wie schon angekündigt, im Rahmen des Einspruchsrechtes bis zum 8. September ihre Bedenken geäußert. Man halte die Kleine Höhe als Standort einer Klinik für psychisch kranker Straftäter nach wie vor für bedenklich. Die Kleine Höhe sei ein wichtiges Naherholungsgebiet. Nun müsse die Stadt Wuppertal ihre Hausaufgaben machen und sämtliche Einwände prüfen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik