So lässt sich eine Redaktionskonferenz durchaus aushalten: Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, der große Balkon bietet genügend Platz für die rund zehn Mitglieder der Zeitungsgruppe, die sich an diesem schönen Freitag Mittag zusammengefunden hat, um gemeinsam die geplante Jubiläumsausgabe zu besprechen. Im Juli 2009 wurde die „Labyrinth“ bei der Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg (SGN) aus der Taufe gehoben, eigentlich eher durch einen Zufall.

„Wir hatten hier eine psychisch kranke Journalistin als Patientin“, erinnert sich Sozialpädagoge Jesco Dörk, „sie fand in unseren Angeboten irgendwie nicht das Richtige für sich und kam dann auf die Idee einer Zeitungsgruppe.“ Ein älterer Teilnehmer der Runde lächelt versonnen, zieht langsam an seiner Zigarette und nickt, ja er erinnert sich gerne daran zurück. „Die Journalistin und ich waren damals nur zu zweit und haben die ersten Ausgaben gestaltet, erst später hat sich ein fester Kern von etwa sechs bis acht Mitarbeitern entwickelt.“