Pinke Sneaker, pinkes Shirt, pinke Haare. „Mir haben früher schon immer alle gesagt, dass ich anders aussehe“, erinnert sich Hildegard Sakerwalla. Dabei trug sie die Haare damals noch gar nicht pink – Sie hatte dunkle Haut, war klein und mager: „Ich sah wohl sehr jüdisch aus“, meint die Autorin heute. Sie habe sich nicht wohl gefühlt in ihrer Heimat Langenberg, als gehöre sie einfach nicht dazu. Und so kam der Entschluss: „Ich wollte einfach weg.“

Gesagt, getan: Mit 19 Jahren wanderte Hildegard Sakerwalla nach Schweden aus, entfloh dort ihrem alten Leben. In dem Buch „Dazugehören“ erzählt die Autorin ihre Geschichte, erst auf schwedisch jetzt auch auf deutsch: „Das ist unfassbar“, freut die 78-Jährige sich. „Ich mache die ganze Reise noch einmal. Auf deutsch entstehen noch mal ganz andere Bilder in meinem Kopf.“