Dampf-Bahn-Club Sprockhövel

Großer Andrang herrschte beim Andampfen in Haßlinghausen

Zum Saisonstart beim Dampf-Bahn-Club waren viele Besucher gekommen, um eine Runde auf dem Miniaturzug mitzufahren.

Zum Saisonstart beim Dampf-Bahn-Club waren viele Besucher gekommen, um eine Runde auf dem Miniaturzug mitzufahren.

Foto: Olaf Ziegler

Sprockhövel.   Mehr Gäste als erwartet kamen nach Haßlinghausen. Fahrten sind begehrt. Interesse auch am Bau der kleinsten Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Rauch steigt aus dem Schornstein. Ein lautes Pfeifen ertönt. Da kommt sie: Die kleine Lokomotive des Dampf-Bahn-Clubs Sprockhövel. Sie ist rot und schwarz, zieht zwei Anhänger hinter sich her und befördert etwa 20 Passagiere, vor allem Kinder sind es. Heute dreht die Dampflok das erste Mal in diesem Jahr wieder ihre Runden, mehrere Hundert Besucher sind zum „Andampfen“ zur Glückauf-Trasse nach Haßlinghausen gekommen.

Eine lange Schlange hat sich am Miniatur-Bahnhof des Dampf-Bahn-Clubs gebildet. Nach sechs Monaten fährt die Dampflok endlich wieder, denn auch die Lokomotive hat ihre Saison. „Von April bis September können wir sie regelmäßig in Betrieb nehmen“, erklärt Robert Franz, langjähriges Mitglied des Clubs und Eisenbahnliebhaber. „In den Wintermonaten ist es dafür meistens zu kalt.“

Bis zu sieben Kilometer pro Stunde schafft die ungefähr 60 Zentimeter hohe Lokomotive und wiegt ohne Anhänger um die 300 Kilogramm. Ganz vorne sitzt der Lokführer, der sich gleichzeitig um Kohle, Dampf und Wasser kümmert. „Das muss alles im richten Verhältnis stehen. Sonst entsteht Dampfmangel und das Fahrzeug könnte stehen bleiben“, befürchtet Vereins-Mitglied Marcel Skorupinski. „Bei den Bahnen in Normalgröße sind dafür zwei Personen zuständig. Der Heizer und der Fahrzeugführer.“

Ich selber drehe auch eine Runde mit der Dampflok. Sie fährt viel schneller als erwartet. Der Fahrtwind weht mir um die Ohren. Es geht einige Male um die Kurve, ab und zu in Schlangenlinien – und immer wieder gibt die Bahn ein lautes Pfeifen von sich. Vorbei geht es an zwei Andreaskreuzen und sogar durch ein kleines Stück Wald. Pro Fahrt dreht die Lokomotive zwei Runden übers Gelände. Das dauert fünf Minuten, gefühlt sind es weniger. Eine Miniatur-Weiche kurz vor Ende der Strecke leitet uns sicher zum Bahnhof zurück.

„Obwohl das Angebot schon lange etabliert ist, habe ich mit so vielen Besuchern nicht gerechnet. Neben Nostalgikern und Gastfahrern kommen vor allem Familien, um mit der Dampflok eine Runde zu drehen“, berichtet Franz.

Doch richtig zufrieden sind die Mitglieder des Dampf-Bahn-Clubs noch nicht. „Zur Zeit ist die kleinste Eisenbahnbrücke Deutschlands bei uns im Bau“, sagt Franz. Noch in diesem Jahr soll sie fertig werden. Dann kann man nicht nur über, sondern auch unter der Brücke hindurch fahren.

Für Besucher liegt während der Veranstaltung ein Fotoalbum aus, das über den Fortschritt der Arbeiten ausführlich berichtet. „Zudem wollen wir im nächsten Jahr eine Drehscheibe einrichten“, freut sich Skorupinski. „Insgesamt soll die Strecke noch attraktiver für Gastfahrer werden und noch mehr Besucher sollen sich an den Fahrtagen auf den Weg zu uns machen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik