Autorenlesung

Brigitte Blobel liest in Gesamtschule Sprockhövel

Brigitte Blobel (l.), die prominente Jugendbuchautorin, las jetzt aus ihrem Buch „Rote Linien“ in der Gesamtschule in Haßlinghausen.

Foto: WKG

Brigitte Blobel (l.), die prominente Jugendbuchautorin, las jetzt aus ihrem Buch „Rote Linien“ in der Gesamtschule in Haßlinghausen.

Sprockhövel.   Bekannte Jugendbuchautorin nutzt Besuch in Haßlinghausen auch zum Gespräch mit Schülern.

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Im Rahmen der Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“ war jetzt Brigitte Blobel zu Gast in der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule. Die bekannte Jugendbuchautorin ist mit vielen ihrer Bücher, die Themen wie Essstörungen, Alkohol- und Drogenkonsum, Schönheitswahn, Kaufsucht oder auch sexuellen Missbrauch behandeln, in der Schulbibliothek präsent, wo jetzt auch die Lesung mit der Autorin stattfand.

Für die Schulsozialarbeiterin Christine Niephaus, die zusammen mit Jacqueline Christann von der Schulbibliothek diese Begegnung vorbereitet hatte, war es angesichts dieser großen Themenpalette nicht einfach, ein Buch von Blobel auszusuchen. Die Wahl fiel auf „Rote Linien“, in dem eine 16-Jährige auf der Suche nach einem liebevollen Leben in einen Strudel von Selbstverletzungen und Wahnvorstellungen gerät. Einige Schüler wollten wissen, wie die Autorin immer an neue Themen kommt und wie sie sich in die Charaktere einfinde, ohne doch persönlich betroffen zu sein. „Auch erfundene Geschichten haben immer auch etwas mit denen zu tun, die sie schreiben“, sagte Brigitte Blobel. Sehr bewegend war dann der Moment, als sie vor den Schülern der Jahrgangsstufen 8, 9 und 11 davon berichtete, dass sie sich selbst sehr spät an ihren eigenen sexuellen Missbrauch als Kind erinnern konnte; auch zu diesem Thema entstand ein Roman.

Die Autorin zog die Zuhörer mit Fragen zu ihrem Alltag ins Gespräch. „Schreibt jemand Tagebuch oder Geschichten?“ Ina aus der Erprobungsstufe berichtete, dass Schreiben für sie auch bedeute, sich bewusst mit nicht immer positiven Erlebnissen auseinander zu setzen. „Ich schreibe Fanfiction“, erzählte Sandy, Anhängerin von Geschichten, die neue Handlungen für prominente Figuren aus Film oder Kino erzählen. „Wieder was gelernt“, kommentierte Brigitte Blobel. Am Ende der Veranstaltung, die mit Mitteln des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem Förderverein finanziert worden war, richtete Blobel noch einen Appell an die Schüler: „Macht etwas aus eurem Leben, es hält einiges für euch bereit!“

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