Schulprojekt

Wunderbarer Schulgarten wächst an der Wunderschule in Lirich

Und noch ein Hochbeet: fleißige Gärtner an der Wunderschule.

Und noch ein Hochbeet: fleißige Gärtner an der Wunderschule.

Foto: Wunderschule

Oberhausen.  Wildtomaten, Olivengurken, Haferwurzel, Mangold - das ist eine kleine Pflanzenauswahl aus dem Schulgarten der Wunderschule. Das Projekt wächst.

An der Wunderschule geht es auf wunderbare Weise voran mit dem neuen Schulgarten an der Vorderseite des Geländes. Bei strahlendem Sonnenschein gingen jetzt die großen und kleinen Wunderschulgärtner/innen ans Werk und stellten bereits das zweite Hochbeet auf.

Jedes Beet, das jeweils aus sechs Europaletten besteht, ist mit Holz und Ästen gefüllt. Darauf schichten die Gärtner mit Projektleiterin und Wunderschul-Lehrerin Barbara Meister Herbstlaub und auch grob verrottetes organisches Material auf. Zudem füllt ca. einen Kubikmeter Erde das Hochbeet, durchmischt mit Kompost.

Besondere Pflanzenauswahl

„Uns war eine tolle Anleitung für die Hochbeete empfohlen worden, zu finden auf der Internetseite ,Sachgeschichten – Die Seite mit der Maus’“, berichtet Barbara Meister, die viel Wert auf eine besondere Pflanzenauswahl legt: Gepflanzt wird eine Mischkultur unter anderem aus Hokkaido-Kürbis, Wildtomaten, Olivengurken, Haferwurzel, farbigen Mangold, Radieschen, Möhren und essbaren Blüten wie Kapuzinerkresse und Borresch. Nach der Bepflanzung wird das gesamte Beet mit Heu gemulcht, um die Erde zu schützen und feucht zu halten.

Ein Paradies für Insekten

Im ersten Hochbeet, das schon einige Zeit besteht, wächst unterdessen alles schon üppig, das zweite Beet folgt jetzt. Zudem nimmt der Vorgarten immer mehr Gestalt an. Ein Wassertank wurde gespendet und ein Thermo-Komposter ist aufgestellt. Stauden locken die Insekten an, die auch das Todholzbeet und eine Sandfläche bereits gut angenommen haben.

Für die Zeit nach den Sommerferien haben sich die Wunderschulgärtner vorgenommen, einen Mini-Teich als Vogel- und Insektentränke sowie ein Benjeshecke anzulegen, zudem sollen im Herbst noch einige Sträucher ausgetauscht werden – gegen einheimische und insektenfreundliche Exemplare wie Kornelkirsche, Schlehe, Felsenbirne oder Zierapfel.

All das wird auch deshalb möglich, weil die Wunderschule bei der jüngsten Klima Challenge Ruhr einen der Spitzenplätze unter allen Bewerbern aus dem Ruhrgebiet belegte und eine Fördersumme von 1000 Euro erhielt. Die ganze Schulgemeinde unterstützte die Bewerbung im Frühjahr wochenlang mit klimafreundlichen Aktivitäten, die im Internetportal der Klima Challenge dokumentiert wurden, und trug so zu diesem Erfolg bei.

Der Gärtner-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Der Fantasie sind bei diesem grünen Projekt keine Grenzen gesetzt: So sollen die Beete zum Beispiel vertikal zusätzlich mit Pflanztaschen oder Pflanzkästen bestückt und so erweitert werden. Angelieferter Mutterboden, der erst im Herbst benötigt wird, erhält vorübergehend eine Bepflanzung mit Lupinen, Buchweizen und Rotklee, damit die Erde geschützt und zusätzlich mit Nährstoffen angereichert wird – eine „wilde Blumenwiese“ der ganz besonderen Art, die sicherlich auch den Grundschulkindern in Lirich jede Menge Freude bereiten wird.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben