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Urban Gardening – Sauerampfer sprießt am Sterkrader Bauzaun

Die ersten Blumen und Kräuter wurdenschon in den Hochbeeten auf dem Eckgrundstück Bahnhof-/Steinbrinkstraße in Sterkrade gepflanzt.

Foto: Kerstin Bögeholz

Die ersten Blumen und Kräuter wurdenschon in den Hochbeeten auf dem Eckgrundstück Bahnhof-/Steinbrinkstraße in Sterkrade gepflanzt. Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   So lange es keine Lösung für das Kaiser & Ganz-Areal gibt, ist hier Stadtgärtnern angesagt. Beschluss der Bezirksvertretung ist nun umgesetzt.

Das Eckgrundstück Bahnhof-/Steinbrinkstraße ist ein wunder Punkt in der Innenstadt von Sterkrade; die Baulücke auf dem Gelände des ehemaligen Kaiser & Ganz-Hauses schmerzt Anwohner, Geschäftsleute und Passanten seit langem. So lange es hier noch keine Neubau-Lösung gibt, setzen Politik und Verwaltung auf ein wenig Stadtkosmetik.

Schon vor Monaten wurde der Bauzaun zurückversetzt, so dass eine neue Dreiecks-Fläche entstand, die vom Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) hergerichtet und nun ganz offiziell zum Urban-Gardening-Standort erklärt wurde. Die Verwaltung setzt damit einen Beschluss aus der Bezirksvertretung Sterkrade um. Die Ruhrwerkstatt übernimmt die Regie über diesen neuen Standort des Stadtgärtnerns und setzt dabei wieder auf die berufliche Qualifikation und Beschäftigung von langzeitarbeitlosen Menschen.

Unter reger Beteiligung von Politik und Verwaltung wurden jetzt in den neu aufgestellten Hochbeeten an der Ecke Bahnhof-/Steinbrinkstraße die ersten Pflanzen gesetzt: Melisse, Sauerampfer, Rosmarin und mehr. Ein grauer Novembertag ist zwar nicht der allerbeste Zeitpunkt dafür, aber das Projekt wurde ja schon mit Blick auf den Frühling und Sommer 2018 gestartet: Es geht ums Gärtnern, um Kommunikation, jeder Interessierte kann mitmachen und Erträge aus dem Gärtnern auch mitnehmen.

Stadtgärtnern seit dem Jahr 2015

Nur ein paar Schritte entfernt – auf der anderen Seite des Technischen Rathauses – betreibt die Ruhrwerkstatt auf dem Martha-Schneider-Bürgerplatz ja bereits einen weiteren Gardening-Standort.

Diese Grünfläche gilt als Pionier-Standort des „Urban Gardening“ oder „Urban Farming“. Sie wurde im Jahre 2015 als erstes Gardening-Areal in Oberhausen entwickelt, wobei schon damals das Bildungswerk der Ruhrwerkstatt und das Jobcenter Oberhausen miteinander kooperierten, um das Projekt Schritt für Schritt wachsen zu lassen. Derzeit gibt es hier 45 Hochbeete und fünf Hügelbeete.

Ganz so groß fällt der neue Standort in Höhe des Sterkrader City Points nicht aus, doch Dezernentin Sabine Lauxen zeigte sich zur Eröffnung gleichwohl sicher: „So lange hier nicht gebaut wird, ist das eine gute Übergangslösung.“ Und falls doch plötzlich ein Investor für das Eck-Grundstück in exponierter City-Lage auftaucht, können hölzerne Hochbeete und Sitzgelegenheiten ganz schnell abgeräumt werden.

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