Oscar Bruch senior ist tot: Der Schausteller verstarb nach langer Krankheit in der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtstag. Die Evolution moderner Rummelplätze hat Bruch maßgeblich geprägt. Er gilt als Pionier der Großachterbahnen. Seine Looping-Bahnen brachten Generationen von Kirmesgängern den wohligen Nervenkitzel.
Düsseldorf war seine Heimat. Doch was wenige wissen: Geboren wurde Bruch in Oberhausen. „Das war an der Wachstraße, hinter der Grenzstraße“, erinnert sich Willi Krenz von den Oberhausener Schaustellern. Seit Kindertagen kennt der 69-Jährige seinen Kollegen. „Ich habe ihn als korrekten und fleißigen Menschen geschätzt, der stets selbst mit angepackt hat.“
Bruch schickte rund 40 Fahrgeschäfte auf die Reise
Verdienste erwarb Bruch um die Sterkrader Fronleichnamskirmes. „Er hat die Kirmes immer mit den modernsten Fahrgeschäften besucht. Er war ein unermüdlicher Förderer für den Rummel. Ohne ihn wäre die Fronleichnamskirmes nicht so, wie sie heute ist“, sagt Krenz. Eine Halle samt Büro unterhielt Oscar Bruch senior auch im Gewerbegebiet Zum Eisenhammer.
Los ging es bei ihm mit einem vergnügten Berg-und-Tal-Karussell. Über die Jahre konstruierte Oscar Bruch senior rund 40 Fahrgeschäfte, erwarb sich international hohes Ansehen. Oscar Bruch senior ist einer von vier Brüdern einer bedeutenden Kirmesfamilie. Sein Bruder Willi Bruch starb im vergangenen Jahr im Alter von 78 Jahren. Der Name Bruch steht heute für Riesenräder, Looping-Bahnen und Großfahrgeschäfte aller Art. Die Branche schätzt ihn für sein technisches Verständnis und den Mut, neue Ideen für Karussells umzusetzen.
Sein Sohn Oscar Bruch junior führt die Familientradition nun in der fünften Generation fort. Er übernahm 2001 für einige Jahre den Centro-Park und reist unter anderem mit dem bekannten Großriesenrad Bellevue durch Europa.


