Innenstadt

Stadt Oberhausen saniert Parkhaus an der Linsingenstraße

So soll das von der Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) in Auftrag gegebene neue Parkhaus an der Linsingenstraße einmal aussehen.  

So soll das von der Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) in Auftrag gegebene neue Parkhaus an der Linsingenstraße einmal aussehen.  

Oberhausen.   Im Zuge des Jobcenter-Neubaus wird auch das Parkhaus wieder aktiviert. Unter der Erde sorgen Rückhaltebecken für trockene Keller in Alstaden.

Zigarettenstummel, Scherben und anderer Müll liegen im Treppenhaus. In den einstigen Parkbuchten wuchert das Unkraut, Dreck und Regen haben sich auf dem Oberdeck in einen glitschigen Schlamm-Teppich verwandelt. Nein, das alte Parkhaus an der Linsingenstraße ist wahrlich keine Augenweide. Doch aus dem schäbigen Betonklotz soll ein neuer Glanzpunkt am Rand der City werden. Über die Pläne zur geplanten Sanierung hat sich die SPD nun im Rahmen ihres Sommerschul-Programms informiert.

Trockene Keller in Alstaden

Wie berichtet, soll das Parkhaus im Zuge des Jobcenter-Neubaus am Altmarkt neu gestaltet und wieder nutzbar gemacht werden. Großes Ziel der Architekten: „Nicht nur Parkraum schaffen, sondern auch den Standort aufwerten“, erklärte Moritz Ebbers vom Architekturbüro Meier-Ebbers den Genossen.

Er soll nicht nur ansehnlich aussehen, sondern auch einem möglichen Angstraum entgegenwirken: Entstehen soll ein einheitlich geschlossener Kubus, der durch eine Gitterfassade komplett einsehbar ist. Nachts soll er hell erleuchtet sein, um das Sicherheitsgefühl der Nutzer zu erhöhen. Die Gitterstruktur soll zudem vor Vandalismusschäden schützen, weil sie weniger „Angriffsfläche“ etwa für Graffiti-Sprüher bietet.

Im Gespräch war zunächst auch, das Parkhaus um zwei Etagen aufzustocken. Das hätte zusätzliche 4,5 Millionen Euro gekostet, „viel zu teuer“, erklärte Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH beim Ortstermin. Aber: Je nach Bedarf ist eine Erweiterung auch nachträglich möglich. Das Parkhaus bekommt zwar ein Dach, „das ist aber demontierbar“, erläuterte Moritz Ebbers.

160 neue kostenpflichtige Parkplätze

Weil die ursprünglichen Parkplätze mittlerweile nicht mehr der gängigen Größe entsprechen, wird das neue Parkhaus nach der Sanierung über weniger Plätze verfügen als vorher. Bislang sind 155 bis 160 neue Parkplätze geplant, offiziell vorhalten für Kunden des Jobcenters müsste die Stadt 100.

Das Parkhaus soll öffentlich zugänglich sein, die Gebühren werden wohl dem ebenfalls geplanten neuen Parkraum-Konzept angepasst werden: ein Euro pro Stunde. Ebenfalls im Gespräch sind Stellplätze mit Ladestationen für Elektro-Autos sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Anwohner fragen immer wieder: Warum reißt man den hässlichen Bau nicht einfach ab? Der Grund dafür liegt im Keller des Parkhauses: riesige Gewölbe, kalt, feucht und mit einem Geruch in der Luft, als hätte man wochenlang das Blumenwasser in der Vase nicht gewechselt.

Sanierung bis Herbst 2018

Heute sind sie leer, doch die Regenrückhaltebecken können im Ernstfall 5300 Kubikmeter Wasser fassen. Seit 1982 sorgen sie dafür, dass in Alstaden bei Wolkenbrüchen die Keller trocken bleiben. Drei Pumpen sind hier installiert, durch eine ausgeklügelte elektronische Steuerung sind zwei Pumpen parallel im Einsatz, die dritte dient als Sicherheit. 400 Liter Wasser können so abgepumpt werden – pro Sekunde.

Die Sanierung des Parkhauses soll im Herbst nächsten Jahres abgeschlossen sein, noch vor der Fertigstellung des Jobcenters. Der Bau von Jobcenter und Parkhaus kostet rund 20 Millionen Euro.

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