„Guten Tag! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Antonia.“ Über 250 Jahre ist sie alt. Als eine Institution bezeichnet sie sich selbst – und hat damit vollkommen recht. Denn Antonia, das ist die Verkörperung der „Wiege der Ruhrindustrie“ und begeistert ab sofort die Besucher der St.-Antony-Hütte Oberhausen mittels kostenloser Applikation (kurz: App) auf dem Smartphone oder Tablet. Das Pionierprojekt des LVR-Museums ergänzt seinen digitalen Museumsführer um einen Chatroboter – der auch vom heimischen Sofa aus prima funktioniert.

Zur Vorstellung von Antonia sind fast alle gekommen: die Geldgeber und Förderer von der Sparkasse, die Kuratoren um Hütten-Leiterin Kornelia Panek und Öffentlichkeitsarbeiterin Ingrid Trocka-Hülsken und der „Vater“ von Antonia, Entwickler Holger Simon von Pausanio. Der Software-Experte und Geschichtsprofessor streicht über sein Smartphone und deutet auf die erste Funktion der St.-Antony-App, die sechs Jahre alt ist. „Mon dieu!“ ertönt es aus dem Lautsprecher. „Das ist der digitale Hüttendirektor Gottlob Jacobi, den wir schon länger haben“, erklärt Holger Simon. Antonia, die nur zwei Klicks weiter chatten will, ist dafür brandneu.