Rechtsstreit

Sea Life: Betriebsrat streitet mit Konzern und gewinnt Preis

Das Aquarium Sea Life an der Marina in Oberhausen.

Das Aquarium Sea Life an der Marina in Oberhausen.

Foto: Blossey

OBERHAUSEN.  Der Mutterkonzern Merlin Entertainment wollte den Betriebsrat des Sea Life Oberhausen auflösen. Der hat sich gewehrt – und wurde dafür belohnt.

Weil sich der Betriebsrat des Aquazoos Sea Life am Centro erfolgreich gegen seine drohende Auflösung gewehrt hat, wurde das Gremium bei der jüngsten Wahl der Betriebsrätepreise mit der Sonderauszeichnung „Fair statt prekär“ bedacht.

Ausgang des jahrelangen Streits war die Ankündigung des Mutterkonzerns Merlin Entertainment, den Betriebsrat des Sea Lifes aufzulösen – nachdem 2013 das ebenfalls zu Merlin gehörende Legoland Discovery Centre von Duisburg in die Neue Mitte gezogen war. Der Konzern forderte daher einen Gemeinschaftsbetriebsrat für beide Freizeitcenter.

Betriebsräte setzten sich am Ende durch

Mitarbeiter und die Gewerkschaft IG Bau wehrten sich, das Legoland wählte einen eigenen Betriebsrat. Die Merlin-Gruppe zog bis vor das Bundesarbeitsgericht in Erfurt, um diese Wahl für ungültig erklären zu lassen. Doch die Betriebsräte setzten sich am Ende durch.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund nennt den Betriebsrat des Sea Life einen „besonderen Leuchtturm der Mitbestimmung“. Daher erwartet der Betriebsrat nun hohen Besuch: DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann kommt am Donnerstag, 21. März, zum Erfahrungsaustausch.

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