Schulleitung

Schulleiterstelle am Oberhausener Gymnasium ist wieder frei

Holger Schmenk im Geschichtsunterricht am Sophie-Scholl-Gymnasium in Sterkrade.

Holger Schmenk im Geschichtsunterricht am Sophie-Scholl-Gymnasium in Sterkrade.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Seit 2018 ist Holger Schmenk offiziell Leiter des Oberhausener Sophie-Scholl-Gymnasiums. Warum der Historiker zum 1. Oktober die Schule verlässt.

Im Juli 2018 hat Holger Schmenk die Ernennungsurkunde zum Schulleiter des Sophie-Scholl-Gymnasiums bekommen. Jetzt verlässt der 42-Jährige das Sterkrader Gymnasium wieder und zieht von Oberhausen in die Nähe von Marburg. „Aus privaten Gründen“, sagt der Vater von achtjährigen Zwillingen, „meine Frau stammt aus der Gegend“. Nun gab es zusätzlich noch eine attraktive Stelle in Hessen, die die Umzugspläne befördert und beschleunigt hat: Der promovierte Historiker wird ab 1. Oktober die Europaschule in Gladenbach leiten, ein Schulzentrum bestehend aus Grund-, Haupt- und Realschule sowie einem Gymnasium mit insgesamt rund 1300 Schülern und 120 Lehrern.

Der Wechsel entspricht aber auch der persönlichen Lebens- und Arbeitsphilosophie des gebürtigen Oberhauseners, der selbst 1997 am „Sophie“ Abitur gemacht hat: „Alle zehn, 15 Jahre sollte man die Arbeitsstelle und Aufgabe wechseln, um neuen Input zu bekommen, neue Kollegen und neue Konzepte kennenzulernen“, ist Schmenk überzeugt. Nach Stationen an den Universitäten Duisburg-Essen und Siegen fing er 2010 tatsächlich als Lehrer an seiner alten Schule an, war seit 2015 Stellvertreter und leitete seit 2017 das „Sophie“ kommissarisch, ab 2018 dann offiziell als Schulleiter.

Schule ist viel zu träge

In seiner neuen Funktion will er wieder die Ärmel hochkrempeln und zusammen mit dem Team Schule entwickeln, das sei „unabdingbar“, sagt der scheidende „Sophie“-Direktor und fordert, dass Schule sich mehr der Schnellebigkeit der Zeit anpassen müsse: Arbeitswelt, soziale Themen, Digitalisierung nennt er als Stichpunkte, bei denen „Schulprozesse viel zu träge sind“.

Sein persönliches Fazit mit Blick auf die zurückliegenden Jahre am „Sophie“ fällt positiv aus, „wir haben viel im Team vorangebracht“: den Mint-Schwerpunkt gestärkt (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), die Kooperation mit der Hochschule Ruhr-West, mit dem Theater, mit Sportvereinen oder der Klostermusikschule auf- und ausgebaut, eine Partnerschule in China gewonnen, zählt Schmenk auf. Um gleich im Abschiedsgespräch noch einmal zu betonen, was das „Sophie“ mit seinen 1200 Schülern und rund 90 Lehrern dringend braucht: einen Neubau mit Klassenräumen und einen neuen Verwaltungstrakt.

Stellvertreter Markus Veh wird das Gymnasium an der Tirpitzstraße zunächst kommissarisch leiten. Die Schulleiterstelle wird ausgeschrieben – im Februar 2021 könnte dann der neue Leiter oder die neue Leiterin feststehen.

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