Pflege

Rotes Kreuz plant neues Altenheim in Lirich

So soll die neue Einrichtung in Lirich aussehen.

So soll die neue Einrichtung in Lirich aussehen.

Foto: Deutsches Rotes Kreuz

oberhausen.   Der Neubau soll an der Werner- / Ecke Duisburger Straße entstehen. Anwohner haben im Vorfeld arge Bedenken geäußert.

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plant den Bau eines neuen Altenheims. Die politischen Gremien der Stadt gaben nun grünes Licht für den Neubau an der Wernerstraße / Duisburger Straße in Lirich. Die dort geplante Einrichtung ersetzt das August-Wieshoff-Seniorenzentrum an der Saarstraße in Stadtmitte. Bereits in diesem Jahr ging an der Grenzstraße eine neue Einrichtung mit 74 Plätzen in Betrieb.

In Lirich wird dafür die frühere Josefschule abgerissen. Sie steht seit 2013 leer. Neu gebaut wird stattdessen ein H-förmiges Gebäude, das neben 80 Pflegeplätzen für die heutigen Heimbewohner an der Saarstraße noch zusätzlich 15 Pflegeplätze für junge Pflegebedürftige bietet. Außerdem 15 Apartments für selbstständiges Wohnen mit der Möglichkeit für diese Mieter, später einmal in den Pflegebereich umzuziehen. Die dritte und künftig dann älteste Pflegeeinrichtung des DRK befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft an der Ecke Gustav­straße / Theresien­straße: das Martha-Grillo-Seniorenzentrum. Dessen Großküche soll auch das nicht weit entfernte neue Pflegeheim versorgen.

Anwohner haben Bedenken

Anwohner hatten bereits vor rund einem Jahr Bedenken geäußert. Sie sorgen sich um das Verkehrsaufkommen und die Parkplatzsituation. Sie meinen, dass Beschäftigte der neuen Einrichtung zusätzlich die Gustav- und die Wernerstraße zuparken könnten, wie es Beschäftigte des Martha-Grillo-Seniorenzentrums bereits heute tun würden. Zusätzliche Behinderungen fürchten sie durch den Lieferverkehr.

Gleich für mehrere Gewerbebetriebe an der Duisburger Straße rief die Planung die Handwerkskammer Düsseldorf sowie die Industrie- und Handelskammer Essen auf den Plan. Sie befürchteten künftige Einschränkungen für ihre Mitgliedsunternehmen, weil für ein Pflegeheim ein höheres Schutzniveau als für normale Wohnbebauung gelte, argumentierten sie. So befürchtete eine Autowerkstatt mit Lackiererei, ihre Öffnungszeiten einschränken und den Schornstein für die Abluft der Lackiererei erhöhen zu müssen. Diese Bedenken wurden aber durch nachträgliche Gutachten ausgeräumt.

Auch Martha-Grillo-Seniorenzentrum wird umgebaut

In der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen fragte die CDU jüngst nach der Parkplatzproblematik und ob es Neues zur künftigen Entwicklung des Altbaus an der Saarstraße gebe. Oberhausens Planungsdezernentin Sabine Lauxen antwortete der CDU, zur Saarstraße gebe es nichts Neues. Was das Parken angehe, habe das DRK schlüssig dargestellt, dass es keine Probleme für die Anwohner geben dürfte.

Das Martha-Grillo-Seniorenzentrum soll ebenfalls modernisiert und umgebaut werden. Es soll künftig als eine Art DRK-Stadtzentrum fungieren, hier sollen zum Beispiel die Geschäftsstelle, aber auch Schulungsräume entstehen. Zudem wird es zeitgemäß gestaltete Seniorenwohnungen künftig auch an dieser Stelle geben.

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