Leichenfund

Polizei hat Wasserleiche aus Rhein-Herne-Kanal identifiziert

In Oberhausen  wurde eine Leiche gefunden. Die Polizei sperrt Wege ab.

In Oberhausen wurde eine Leiche gefunden. Die Polizei sperrt Wege ab.

Foto: ANC-News

Oberhausen.   Das Opfer war zuletzt in Essen gemeldet. In dieser Woche suchte die Polizei erneut nach Hinweisen im Kanal, diesmal unterstützt vom THW.

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Die Polizei hat einen im Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen geborgenen Leichnam identifiziert. Es handele sich um eine Frau „im Alter von Mitte 30“, die zuletzt in Essen gemeldet war, sagte ein Sprecher des in diesem Fall zuständigen Essener Präsidiums. Damit bestätigten sich erste Vermutungen, die unmittelbar nach dem Fund am 22. April geäußert wurden. Weitere Angaben zur Person macht die Behörde mit Blick auf mögliche Tatverdächtige derzeit nicht.

Fest steht inzwischen auch, dass die Frau bereits tot war, als ihr Körper paketartig in einen Sack verschnürt im Kanal versenkt wurde. Zum Zeitpunkt des Fundes hat der Leichnam erst wenige Tage im Wasser gelegen. Zu den Todesumständen machte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.

Technisches Hilfswerk unterstützt Polizei bei der Suche

In dieser Woche haben die Ermittler ein drittes Mal nach Hinweisen im Wasser suchen lassen. Sie gehen davon aus, dass der Sack sehr wahrscheinlich beschwert wurde. Am Mittwoch unterstützte das THW mit einem Sonarboot und einem Tauchroboter die Suche. Gefunden wurde allerdings auch diesmal nichts - wie schon bei den ersten beiden Versuchen, bei denen Taucher der Feuerwehr das trübe Wasser durchkämmt hatten.

Mordkommission sucht weiter nach Zeugen

Eine Kanufahrerin hatte das Paket am vorvergangenen Sonntag auf dem Wasser treibend entdeckt. Geborgen wurde die Leiche auf der südlichen Seite. Möglich ist aber auch, dass sie vom gegenüber liegenden Ufer ins Wasser geworfen wurde. Das lässt sich theoretisch direkt mit dem Auto ansteuern. Zwar haben sich nach Aufrufen mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet. Eine heiße Spur auf den oder die Täter hat sich daraus allerdings noch nicht ergeben. Die Mordkommission sucht daher weiter nach Hinweisen: 0201/829-0.

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