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Graphic Novel „Drei Steine“ krönt Projekttag am „Elsa“

Nils Oskamp las beim Projekttag am Elsa-Brändström-Gymnasium aus seiner Graphic Novel „Drei Steine“.  

Nils Oskamp las beim Projekttag am Elsa-Brändström-Gymnasium aus seiner Graphic Novel „Drei Steine“.  

Foto: EBG

Oberhausen.   Künstler Nils Oskamp war jetzt am Elsa-Brändström-Gymnasium zu Gast. Unter dem Motto „Kreativ gegen Rechts“ ging es auch um rechte Gewalt.

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Unter dem Motto „Kreativ gegen Rechts“ erlebten Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums mit dem Autor und Zeichner Nils Oskamp einen ereignisreichen Projekttag und setzten sich kritisch mit rechtsradikalem Gedankengut auseinander. Sogar ein Kurzfilm wurde produziert, um so „ein Zeichen für eine multikulturelle und tolerante Gesellschaft zu setzen“, wie Björn Sönnichsen aus dem Elsa-Lehrerteam berichtet.

Der Projekttag, gefördert vom Programm „Demokratie leben“, fand im Rahmen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt, dem das Elsa seit etwas über einem Jahr angehört. Als Mitglied dieses Netzwerkes verpflichtet sich die Schule, aktiv gegen jede Formen von Diskriminierung und Gewalt einzustehen. Nils Oskamp war bis vor wenigen Wochen mit einer Ausstellung in der Gedenkhalle präsent, die sogar verlängert wurde.

Interaktive Lesung in der Aula

Björn Sönnichsen zählt die Programmpunkte des Projektes auf: Der von der Schülervertretung organisierte Tag begann mit einer interaktiven Lesung in der Aula, bei der Nils Oskamp über 200 interessierten Schülerinnen und Schülern des 9. und 10. Jahrgangs Zeichnungen und Texte aus seiner preisgekrönten Graphic Novel „Drei Steine“ präsentierte und auch passagenweise daraus vorlas. In diesem autobiographischen Werk schildert der heute in Hamburg lebende Illustrator und Autor, wie er in seiner Jugend in Dortmund-Dorstfeld als 15-Jähriger Opfer rechtsradikaler Gewalt wurde – eine packende und erschreckende, aber auch humorvolle Lesung.

Im Anschluss erhielt eine Gruppe von rund 25 Schülerinnen und Schülern, die sich insbesondere aus Mitgliedern der Theater-AG und der Medienkurse des Elsa zusammensetzte, eine theoretische Einführung in die Grundlagen von Erzählkunst und Filmproduktion. Danach schrieben die Schülerinnen und Schüler das Drehbuch für einen Kurzfilm zum Thema Alltagsrassismus. Und es blieb nicht bei der Theorie: Mit der Hilfe von Profi Nils Oskamp wurde der Film sogleich im Schulgebäude aufgenommen. Die Jugendlichen übernahmen die Rollen der Schauspieler und zeigten als Kameramann oder -frau, Tontechniker, Beleuchter oder Regisseur ihr Können.

Besser als manche Filmschule

Die Schüler freuen sich nun auf das fertig geschnittene Endprodukt, das auf Youtube zu sehen sein wird. Oskamp, beim Projekt von Maria Nefrin Ali unterstützt, zeigte sich beeindruckt von der Kreativität des Filmnachwuchses: „Innerhalb von einer Stunde stand schon der gesamte Plot – das schaffen manche Filmschulen nicht.“

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