Die Verlängerung der Straßenbahnline 105 genießt bei Stadt und Stoag hohe Priorität. Es werde geprüft, „ob und wie man die Verlängerung mit deutlich geringeren Kosten und ohne aufgeständerte Trasse hinbekommt“, erklärte Oberbürgermeister Daniel Schranz auf Anfrage unserer Zeitung. Beim Ratsbürgerentscheid im März 2015 habe die Mehrheit der Bürger gegen die Linie in ihrer damals geplanten Trassenführung gestimmt. „Diesem Votum fühle ich mich auch über die zweijährige Bindungsfrist hinaus verpflichtet“, ergänzt Schranz. Dies dürfe aber „kein Denkverbot bedeuten“. Es gelte, preisgünstigere Trassen zu prüfen. Das sieht auch Stoag-Chef Werner Overkamp so.

Immer wieder taucht sie in Gesprächen und Statements mit Politikern und Planern beiläufig auf: Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 105 von Essen nach Oberhausen, mit 57 Prozent der Stimmen abgelehnt im Ratsbürgerentscheid 2015, gleichwohl stets virulent, wenn es um Visionen für den Oberhausener Nahverkehr der Zukunft geht.