Stadtgeschehen

Gesicht zeigen gegen Rassismus

Zeigen Flagge gegen Rechts: (v.l.) Andrea-Cora Walther (Runder Tisch), Anke Hoffstadt (NRWeltoffen), Dirk Paasch (Demokratie leben!) sowie Stefan Zimkeit (Runder Tisch).

Zeigen Flagge gegen Rechts: (v.l.) Andrea-Cora Walther (Runder Tisch), Anke Hoffstadt (NRWeltoffen), Dirk Paasch (Demokratie leben!) sowie Stefan Zimkeit (Runder Tisch).

Foto: Frank Oppitz

Oberhausen.   „Runder Tisch“ will Foto-Banner gegen Rechts an möglichst viele öffentliche Gebäude hängen. 25 Vereine, Einrichtungen und Parteien machen mit.

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„Oberhausen hat keinen Platz für Rassismus“, darin sind sich alle Beteiligten einig – und das wollen sie jetzt deutlich zeigen. Wie das gelingen kann, hatten sich Mitglieder des Antifaschistischen Bündnisses Oberhausen für Demokratie und Toleranz (kurz „Runder Tisch“) in Wuppertal angesehen. In ähnlicher Form wollen die Organisatoren nun auch hier möglichst viele Menschen dazu bringen, auf einem Banner öffentlich Stellung gegen Rechts zu beziehen.

Ein Transparent mit eben jenem Spruch „Oberhausen hat keinen Platz für Rassismus“ soll künftig zu etlichen Stationen wandern. „Zu Vereinen, in die Verwaltung, zu Kultureinrichtungen und Firmen, Wohlfahrtsverbänden und Schulen“, sagt Dirk Paasch („Demokratie leben! Oberhausen“ und Awo Oberhausen).

„Die Gruppen machen ein Foto, wie sie gemeinsam das Transparent halten. Dieses Bild wiederum wird auf ein neues Banner gedruckt“, erläutert Paasch. Das Banner werde dann an einem öffentlichen Ort, der mit der jeweiligen Gruppe zu tun habe, aufgehängt. Es gibt insgesamt drei Banner, mit denen Fotos gemacht werden und die dafür spontan ausgeliehen werden können. 5000 Euro hatte die Bundesaktion „Demokratie leben!“ für die jeweils fünf Meter breiten und eineinhalb Meter hohen Transparente zur Verfügung gestellt.

Mitstreiter gesucht

„Wir wollen und können zu dem wachsenden Rechtsruck in Europa und auch in Deutschland nicht schweigen“, erklärt Stefan Zimkeit. Der SPD-Landtagsabgeordnete hatte die Aktion für den „Runden Tisch“ mitorganisiert.

Eine Ansicht, die in Oberhausen auf offene Ohren stieß. Rat der Stadt, Jugendhilfeausschuss, Geschichtswerkstatt, Ebertbad, Theater Oberhausen, OGM, Jugendparlament, Terre des hommes, Verdi Oberhausen, Awo, DGB und viele mehr haben bereits Zusagen für die Foto-Aktion gegeben. Eine große Abschlussveranstaltung ist beim Feierabendmarkt im September geplant. Dann sollen alle Fotos, die bis dahin entstanden sind, mit Hilfe eines Beamers ans Bert-Brecht-Haus projiziert werden.

>>> INFO: Mehr als 70 Organisatoren

Vorbereitet und geplant hat die Aktion das „Antifaschistische Bündnis Oberhausen für Demokratie und Toleranz“, kurz auch gerne „Runder Tisch“ genannt.


Es ist ein Bündnis, das seit über 18 Jahren besteht und dem mehr als 70 Organisationen aus Politik, Verwaltung und vor allem aus der Oberhausener Gesellschaft angehören.

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