Jugendprojekt

Das Jugendzentrum Parkhaus ist Teil der „Generation Europe“

Die Politiker Elia Albrecht-Mainz und Dirk Vöpel (re.) diskutierten mit den Jugendlichen aus Oberhausen, Rumänien und Estland über Europa.

Die Politiker Elia Albrecht-Mainz und Dirk Vöpel (re.) diskutierten mit den Jugendlichen aus Oberhausen, Rumänien und Estland über Europa.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Jugendliche aus Oberhausen, Rumänien und Estland beschäftigen sich drei Jahre lang mit Europa. Politiker machten Mut zum „Brücken Bauen“.

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Wenn Cozma Paula an Europa denkt, dann denkt sie nicht an ihr Heimatland Rumänien. Vielmehr denkt sie an eine „starke Gemeinschaft“ und sie hofft, dass Rumänien „ein stärkerer Teil dieser Gemeinschaft wird“. Deswegen ist die 16-Jährige nach Oberhausen gekommen. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus Tigru Merus in Rumänien, aus Tartu in Estland und aus Oberhausen nimmt sie Teil am Projekt „Generation Europe“.

Das Jugendzentrum Parkhaus hat eine Partnerschaft mit zwei Jugendeinrichtungen in Rumänien und Estlandgeschlossen, um Teil der „Generation Europe“ zu werden. Über drei Jahre werden die Jugendlichen aus den drei Ländern zusammen an dem Projekt arbeiten.

Großer Zusammenhalt in der Gruppe

„Hier in Oberhausen sind die Teilnehmer zum ersten Mal aufeinander getroffen“, erklärt Lisa Germeroth vom Parkhaus. „In den nächsten beiden Jahren werden wir dann noch nach Rumänien und nach Estland fahren.“

„Es ist schwierig, alleine etwas zu bewegen“, findet Margaret aus Estland. Deswegen hat sich die 18-Jährige entschieden, bei der „Generation Europe“ dabei zu sein. Schon nach wenigen Tagen schwärmt sie von dem Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, und den Projektleitern, welche die verschiedenen Workshops „sehr gut vorbereitet“ haben.

Diskussion mit Politikern

Zum Abschluss des Aufenthalts in Deutschland diskutierten die Jugendlichen mit dem Oberhausener Bundestagsabgeordneten Dirk Vöpel (SPD), mit Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz (SPD) und mit Bezirksbürgermeisterin Dorothee Radtke (SPD).

„Warum unterstützen sie dieses Projekt?“, fragt einer der Jugendlichen auf Englisch. „Weil wir einen Nationalismus, wie wir ihn vor 80 Jahren in Deutschland hatten, unbedingt verhindern wollen.“ Sie sollten Menschen nicht an ihrer Nationalität festmachen, gibt Dirk Vöpel den Projekt-Teilnehmern mit auf den Weg. Und Elia Albrecht-Mainz ermutigt die Jugendlichen überzeugte Europäer zu werden. „Ihr könnt Brücken bauen und für die Zukunft von Europa zusammenarbeiten“, sagt die Bürgermeisterin.

Um auch in den anderen Ländern Unterstützung zu erhalten, sollten die Jugendlichen ihr Projekt vor allem bekannt machen, so die Empfehlung der Politiker. Dafür werden sich die nationalen Gruppen in den kommenden Wochen weiter regelmäßig treffen, um lokale Probleme zu identifizieren und Aktionspläne zu erstellen, die sie dann in den kommenden drei Jahren mit ihren europäischen Partnern umsetzen wollen.

>>> 30 Jugendeinrichtungen beteiligen sich

Das Netzwerk heißt mit vollem Namen „Generation Europe – Young Democracy in Action“. Insgesamt sind 30 Jugendeinrichtungen aus 15 europäischen Ländern beteiligt. Ziel ist es, junge Menschen zu motivieren, sich politisch einzumischen.

Die Zusammenarbeit wird möglichgemacht durch ein Förderprogramm des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. sowie durch die Förderung des Landes NRW und weiteren Institutionen.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf generation­europe.de.

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