LWB Refractories

Bittere Pille

„Alles andere wäre schlimmer gewesen. So sind wir wenigstens am Prozess beteiligt und können für die Leute am meisten herausholen.” Glücklich war Uwe Verwohlt von der IGBCE, Bezirk Duisburg, nicht.

Nach einer außerordentlichen Betriebsversammlung am gestrigen Donnerstag zeichnet sich für LWB Refractories in Oberhausen eine Lösung ab. Die allerdings ist für die meisten der 110 Arbeitnehmer eine bittere Pille.

Wie berichtet, hatten zunächst Planungen im Raum gestanden, das Werk aus Kostengründen zu schließen und die Produktion womöglich ins Ausland zu verlagern. Jetzt sieht es so aus, als könnten Teile erhalten bleiben. „Wir haben zwei Produktionslinien, eine für Masse und Mörtel und eine für Steine”, so Betriebsratsvorsitzender Michael Lamers. Die für Masse bleibe und ein kleiner Teil für Steine.

Das ist jedoch kein Grund zum Aufatmen. Denn ein Großteil der Arbeitsplätze, rund 80, wird wegfallen. Verwohlt: „Wir werden den Interessenausgleich jetzt verhandeln.” Alle betroffenen Arbeitnehmer sollen eine Abfindung erhalten und 14 Monate in einer Transfergesellschaft weiter beschäftigt werden, in der sie sich beruflich qualifizieren können. Verwohlt befürchtet, dass die LWB-Eigentümer, die brasilianische Magnesita SA, aufgrund der Wirtschaftskrise sparen müssen und die Schließung eine kleinen Werkes in Oberhausen da gar nicht reicht. rea

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