Bei der Oberhausener FDP herrscht dicke Luft. Zwischen dem Kreisverband mit dessen Vorsitzendem, dem Bundestagsabgeordneten Roman Müller-Böhm, und der Ratsgruppe mit Regina Boos und Hans-Otto Runkler sind die Gräben mittlerweile so tief, dass die Ratsgruppe einen ungewöhnlichen Schritt wagt: Um sich öffentlich vom Kreisverband zu distanzieren, benennt sie sich kurzerhand um – in „Freie Demokraten 14/20 im Rat der Stadt Oberhausen“.
Mit deutlichen Worten begründen die erfahrenen Ratspolitiker ihren Schritt. Der Kreisverband sei mit Absicht gespalten worden. Namen nennen Boos und Runkler nicht, doch es liegt auf der Hand, dass sich die Kritik an Roman Müller-Böhm richtet. Im Kreisverband gebe es „Kräfte und Ambitionen, mit denen sie kommunalpolitisch und menschlich nichts verbindet“. Mit diesen wollten sie weder verwechselt noch von ihnen vereinnahmt werden.


