Herr Dierselhuis, mit 36 Jahren stehen Sie an der Spitze der Oberhausener Polizei. Ist es ein Vorteil oder ein Nachteil, in so jungen Jahren in eine solche Top-Position zu kommen?

Dierselhuis: Mir ist durchaus bewusst, dass das Lebensalter für Gesprächsstoff sorgen kann. Ich denke aber, wenn man zuvor Gelegenheit hatte, einschlägige Berufserfahrungen zu sammeln, dann ist das Alter nicht entscheidend. Ich habe als Staatsanwalt in Düsseldorf gearbeitet, zunächst in der Allgemeinen Abteilung, dann in der Abteilung für Organisierte Kriminalität, und war ab 2018 als Geschäftsführer der „NRW-Regierungskommission zur Sicherheit im Land“ tätig. Ich sehe mich trotz meiner jungen Jahre also gut gerüstet für das Amt des Polizeipräsidenten in Oberhausen. Es war schon immer mein Traum, einmal eine Sicherheitsbehörde zu leiten. Dass dieser Traum so schnell wahr wird, hätte ich allerdings nicht gedacht.