Geschickt angetäuscht – und an der anderen Seite vorbeigezogen: Wenige Minuten bevor die schwedischen Punk-Handwerker „The Baboon Show“ am späten Freitagabend im Druckluft die Gehörgänge von mehreren Hundert Fans im rappelvollen Druckluft bearbeiten, schallt der ewig junge Flamenco-Klassiker „Hotel California“ aus den Boxen. Nun steht das Eagles-Cover der Gipsy Kings nicht gerade stellvertretend dafür, was das Quartett aus Skandinavien folgen lässt.
Falls doch, hätte man im „Hotel California“ an der Rezeption schnell eine defekte Klimaanlage reklamieren können. Das Konzert bietet allerbeste Schwitz-Atmosphäre – großes Punk-Theater mit grollenden Gitarren und feinen Zwischentönen.


