Architektur

Alte Kirchenmauer begrenzt neues Gemeindezentrum

Alt und neu gehen hier passgenau Hand in Hand: Die historische Kirchenmauer wird das neue Gebäude an einer Seite begrenzen.   

Alt und neu gehen hier passgenau Hand in Hand: Die historische Kirchenmauer wird das neue Gebäude an einer Seite begrenzen.  

Oberhausen.   Bemerkenswertes Projekt an der Vestischen Straße. Baustart ist Mitte 2018. Die Architekten wollen die Verbundenheit zweier Räume erlebbar machen.

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Die Osterfelder können schon jetzt den künftigen Anbau an der evangelischen Auferstehungskirche in der Simulation genießen. Das neue Gemeinde- und Jugendzentrum schmiegt sich so behutsam an die denkmalgeschützte Kirche an, dass man sich bereits auf einen Besuch in diesem ganz besonderen Ambiente freuen darf.

Mitte 2018 sollen an der Vestischen Straße die Arbeiten starten. Ende 2017 übergaben Oberbürgermeister Daniel Schranz, Planungsdezernentin Sabine Lauxen und Bezirksbürgermeister Thomas Krey den gerade eingetroffenen Zuwendungsbescheid des Landes über 725 000 Euro an die Gemeinde. Die Simulationen, die das Architektenbüro „Archequipe“ (Köln / Essen) bei dieser Gelegenheit unserer Redaktion zur Verfügung stellte, geben einen guten Eindruck vom künftigen Gebäude mit Ziegelsteinfassade.

Zu zwei Dritteln von der Gemeinde finanziert

An einer Seite wird die historische Mauer der Auferstehungskirche als Begrenzung genutzt, so dass hier eine besondere räumliche Atmosphäre entstehen wird. In dem neuen Gemeinde- und Jugendzentrum wird es künftig ein Foyer mit einem Café, diverse Versammlungs- und Gruppenräume und auch ein Atrium zum Verweilen und Entspannen geben. Insgesamt kostet das Vorhaben 2,2 Millionen Euro, zu zwei Dritteln von der Gemeinde gestemmt.

Das Land NRW fördert bei dem Projekt nur jenen Anteil, der sich auf die öffentlich zugängliche Jugendarbeit in dem Gebäude an der Vestischen Straße bezieht.

In seinem aktuellen Internetauftritt formuliert das federführende Architekturbüro „Archequipe“ die gestalterischen Ziele des Vorhabens: Das geplante Gemeindehaus solle das vorhandene Gebäude-Ensemble „sinnvoll und behutsam ergänzen“ und die Besucher mit einer „klaren und bodenständigen Architektursprache“ überzeugen.

Außenwand der Kirche wird zur Innenwand

Weiter heißt es: „So wird die Außenwand der Kirche zur Innenwand des neuen Gemeindezentrums und macht durch ihre beidseitige Präsenz die Verbundenheit beider Räumlichkeiten erlebbar.“ Dieser gestalterische Gedanke wird auch durch eine weitere konkrete Maßnahme betont: Es wird einen neuen, direkten Durchgang vom Gemeinde- und Jugendzentrum in das Gotteshaus geben. Trotz der strengen Denkmalschutz-Auflagen ist diese Lösung glücklicherweise möglich.

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