Energieversorgung

Steag Kraftwerksblock in Baukau wird Ende Juni stillgelegt

Das Steag-Gruppenkraftwerk in Herne.

Das Steag-Gruppenkraftwerk in Herne.

Foto: Hans Blossey

Herne.   30 Mitarbeiter der Steag sind von der Stilllegung des Blocks 3 in Baukau betroffen. Statt des Kohleblocks soll ein neues Gaskraftwerk entstehen.

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Der Block 3 des Steag-Kraftwerks in Baukau mit einer Leistung von 310 Megawatt wird zum 30. Juni stillgelegt. Der Kraftwerksstandort Herne wird aber weiterhin mit dem Block Herne 4 (500 MW elektrisch und 550 MW thermisch) betrieben.

Wie die Steag mitteilt, sind rund 30 Mitarbeiter von der Stilllegung des Blocks 3 betroffen. Ein Interessenausgleich ist gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossen. Derzeit finden am Standort die Gespräche zur Umsetzung statt. „Gemeinsames Ziel von Steag-Geschäftsführung, Betriebsräten und der zuständigen Gewerkschaft IG BCE ist es, betriebsbedingte Kündigungen in die Arbeitslosigkeit zu vermeiden“, erklärt Steag-Sprecher Jürgen Fröhlich. Das Heizkraftwerk 4 in Herne versorgt Gelsenkirchen, Bottrop und Essen mit Fernwärme, die dem Bedarf von umgerechnet 300 000 Haushalten entspricht. Darüber hinaus bezieht Uniper (früher Eon) aus diesem Block des Heizkraftwerkes noch einmal Wärme für mehr als 35 000 Haushalte. Statt des Kohleblocks soll ein gasbefeuertes Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung errichtet werden. Die Inbetriebnahme ist für 2021 geplant.

Neue Erdgasleitung kommt 2019

Für die Erdgasversorgung ist eine Erweiterung des Gasfernleitungsnetzes der Thyssengas GmbH, an deren Netz das Kraftwerk angeschlossen wird, notwendig. Thyssengas plant derzeit die dafür erforderliche 22 Kilometer lange „Erdgastransportleitung Datteln-Herne“. Die Leitung wurde bereits im „Netzentwicklungsplan Gas 2015“ der Bundesnetzagentur ausgewiesen. Der Baustart der neuen Erdgasleitung soll im Jahr 2019 erfolgen – wenn bis dahin alle Genehmigungen vorliegen.

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