Bildung

Richtkranz weht über Anbau für den Offenen Ganztag

Luftballons mit dem Herner Stadtlogo ließen OGS-Kinder der Laurentiusschule zum Richtfest in den Himmel steigen.

Luftballons mit dem Herner Stadtlogo ließen OGS-Kinder der Laurentiusschule zum Richtfest in den Himmel steigen.

Foto: Klaus Pollkläsener

Herne.   Die Laurentiusschule in Unser Fritz konnte am Freitag Richtfest für ihren OGS-Anbau feiern. Ostern 2019 sollen die Kinder einziehen können.

Nach nur fünf Monaten Bauzeit schwebt über dem Anbau an der Laurentiusschule in Unser Fritz der Richtkranz: Die komplette Offene Ganztagsschule (OGS) zieht nach der Fertigstellung dort ein. 160 Kinder sind für das nächste Schuljahr dazu angemeldet, berichtet Ansgar Montag, Geschäftsführer des Herner Caritasverbandes, der die OGS dort anbietet.

Bis es soweit ist, müssen sich Kinder und die zwölf Mitarbeiter noch etwas gedulden: War zunächst geplant, den Anbau bereits nach diesen Sommerferien zu beziehen, so wird das jetzt wohl erst zu Ostern 2019 der Fall sein. Ursache sind Verzögerungen im Vorfeld.

Zusätzlicher Klassenzug

Die OGS-Kinder nutzen deshalb zurzeit zwei Pavillons, die auf dem Schulhof errichtet wurden. „Die Temperatur ist dort sogar angenehmer als im Altbau“, sagt die OGS-Leiterin Ursula Braunschuh. Sie hatte auch die ehrenvolle Aufgabe, beim Richtfest am Freitagmittag den symbolischen letzten Nagel in den Dachstuhl einzuschlagen.

Als sich im Winter vergangenen Jahres abzeichnete, dass die Zahl der Grundschulkinder im Bezirk Wanne nach Jahren des Rückgangs wieder steigen würde, entschloss sich die Stadt, an der Laurentiusschule in Unser Fritz künftig einen zusätzlichen, dritten Klassenzug anzubieten. Weil außerdem auch der Bedarf an Plätzen im Offenen Ganztag kontinuierlich nach oben geht, war klar: Es musste an der Laurentiusschule gebaut werden, zumal durch Feuchtigkeit geschädigte Räume im Souterrain nicht mehr genutzt werden durften.

2,750 Millionen Euro werden in den Anbau investiert, der direkt mit dem Altbau verbunden ist. Finanziell möglich wurde dies durch das Landesförderprogramm „Gute Schule 2020“, so Hernes Bürgermeisterin Andrea Oehler in ihrer Ansprache beim Richtfest.

In das Erdgeschoss des Anbaus ziehen die Küche und die mit 120 Quadratmetern großzügig bemessene Mensa des Offenen Ganztags ein. Die Mensa kann in zwei Räume unterteilt werden. Außerdem entstehen dort Büroräume, Personaltoiletten, ein Waschraum für die Kinder und eine Rezeption als zentrale Anlaufstelle für Kinder und Eltern.

Direkter Übergang möglich

Im ersten Obergeschoss werden auf je 70 Quadratmetern drei Gruppenräume eingerichtet, im zweiten Obergeschoss drei Mehrzweckräume, nutzbar für Musik, Kunst und andere Angebote. Dort befindet sich auch eine behindertengerechte Toilettenanlage. Alle Etagen des Neubaus sind barrierefrei durch einen Aufzug zu erreichen, ein Wechsel vom Neubau in den Altbau ist über einen Durchbruch in der zweiten Etage möglich. Im Altbau wird ein Treppenlift bis zur ersten Etage eingebaut. Im durchsanierten Anbau sind über alle drei Etagen die Klassen untergebracht, zum neuen Schuljahr auch die drei mit den angemeldeten 66 i-Dötzchen.

„Glück und Wohlergehen im neuen Heim“ wünschte Zimmermeister Heinz Holtrup von der Firma Holzbau Tietz aus Lünen den künftigen Bewohnern in seinem traditionellen Richtspruch, bevor er symbolisch auf dem Dach eine Glasflasche zerdepperte. Während OGS-Leiterin Ursula Braunschuh den letzten Nagel einschlug, warteten einige der Kinder, die auch in den Sommerferien ihren Ganztag besuchen, schon ungeduldig darauf, dass Michael Schulz vom städtischen Gebäudemanagement endlich das „Ballonkommando“ gab: Und dann steigen sie, die weißen Luftballons mit dem Herner Stadtlogo darauf, ab in den blauen Himmel.

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