Kommentar

Rechtsextremismus in Herne: Ganz genau hinschauen

Lars-Oliver Christoph kommentiert das Thema „Rechtsextremismus in Herne“.

Lars-Oliver Christoph kommentiert das Thema „Rechtsextremismus in Herne“.

Foto: OH / WAZ

Droht in Herne ein Erstarken des ganz rechten Rands? Warum man die Gefahr nicht unterschätzen sollte - ein Kommentar von Lars-Oliver Christoph.

Ein Blick nach Essen-Steele oder gar nach Dortmund-Dorstfeld könnte dazu verleiten, die Gefahr eines Erstarkens des Rechtsextremismus in Herne zu vernachlässigen. Ganz so einfach sollte man es sich nicht machen.

Die Zivilgesellschaft sollte genau hinschauen und klare Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus setzen - so wie sie es in Herne aktuell eindrucksvoll tut. Gefragt ist hier natürlich auch die Polizei, die in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht in den Verdacht geraten ist, besonders konsequent gegen Entwicklungen und Straftaten von Rechts vorzugehen. In Herne gab es aber bisher keinen konkreten Anlass, am Aufklärungswillen zu zweifeln.

Dass es in Herne ein gewisses Potenzial fürs rechte Spektrum gibt, haben die jüngsten Wahlergebnisse gezeigt. 13,2 Prozent erreichte die AfD im Mai bei der Europawahl im Stadtgebiet. Als reine Protestwahl kann man dies längst nicht mehr abtun - müsste jeder Wähler doch eigentlich spätestens nach den Durchmarsch rechtsextremer AfD-Größen wie Höcke, Kalbitz & Co. ganz genau wissen, wem er hier die Stimme gibt.

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