US-Präsident

Für Herner Friseur ist Donald Trumps Frisur ein Fiasko

Donald Trump wird am Freitag als US-Präsident vereidigt.

Foto: Evan Vucci

Donald Trump wird am Freitag als US-Präsident vereidigt. Foto: Evan Vucci

Herne.   Am Freitag wird der neue US-Präsident Donald Trump in sein Amt eingeführt. Für den Herner Friseur Andreas Janik ist dessen Frisur ein Fiasko.

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Der Tag, den viele Menschen nicht für möglich gehalten haben, ist am Freitag gekommen. Donald Trump wird als neuer Präsident der USA in sein Amt eingeführt. Auch das, was nur entfernt an eine Frisur erinnert, hat seine Wahl nicht verhindern können. Da stellt sich die Frage: Wie bekommt man dieses Haargebilde eigentlich hin? Und wie beurteilen Experten es?

Friseurmeister Andreas Janik gesteht, dass ihm Trumps Frisur geradezu körperliche Schmerzen bereite. Wenn ein Lehrling so etwas bei seiner Gesellenprüfung abliefere, würde er jedenfalls durchfallen. „An der Frisur von Donald Trump kann man verzweifeln“, sagt Janik. Die sei etwas, von der er dachte, dass sie ausgestorben sei. Nämlich eine Frisur, bei der ein Mann seinen Kamm aus der Gesäßtasche zieht, um sie zu richten. Wo mag Donald Trump wohl seinen Kamm aufbewahren?

Richten? Anrichten träfe es im Falle Trump eher. Stilikone wird Trump damit sicher nicht - obwohl es ja vor einem Jahr auch hieß, dass er sicher nicht US-Präsident wird...

Wehe, wenn die Böe kommt

Immerhin muss sich keiner von Janiks amerikanischen Kollegen für dieses Vogelnest verantworten. Friseurin Amy Lausch war mal für Trumps Haare verantwortlich, doch sie habe nur ein paar abstehende Strähnen fixieren dürfen, verriet sie der „New York Post“. Der Milliardär mache seine Haare immer selbst. Sparsamkeit an der falschen Stelle, denkt man da unwillkürlich. Vielleicht liegt es daran, dass Trumps Haupthaar langsam licht wird. Auch für Janik liegt dieser Verdacht nahe. Dafür spricht der Scheitel, der sehr weit auf der Seite liegt, und die lang herübergekämmten Haare - wehe, wenn die Böe kommt... Im Englischen gibt es den Begriff des „Bad Hair Day“. Bei Donald Trump muss man wohl von einem verpfuschten Frisuren-Leben sprechen.

Über diese Frisur könne man ein Ei schlagen, so Janik. Wer weiß, mit welchen Chemikalien Trumps Haare schon in Berührung gekommen sind? In früheren Jahren waren Trumps Haare eher dunkel, Janik fragt sich, wie dieser Gelbstich entstanden ist. Janik: „Das sieht so aus, wie mit der Zwiebel gefärbt.“ Ist auf jeden Fall ein schrille Kombination mit dem Orange von Trumps Gesichts-Teint.

Und wenn jemand hereinkäme und „den Trump“ als Frisur verlange? „Ich würde versuchen, es ihm auszureden“, so Janik. Da kann sich die WAZ glücklich schätzen. Für sie hat Janik versucht, einer Perücke die Trumpsche Passform zu geben. Kein einfaches Unterfangen. Es fängt schon damit an, dass das Zweithaar deutlich dichter ist als die Ersthaar-Strähnen des US-Präsidenten. Den Seitenscheitel muss Janik quasi ins Haar zwingen - schon die Perücke wehrt sich gegen den Trump-Stil...

Trump - ein Hit im Karneval

Wenn man Dinge anprobiert, stellt man sich ja die Frage: „Steht mir das?“ Bei der Perücke liegt die Antwort auf der Hand: Sie sieht scheußlich aus. Der Look erinnert an Uta Ranke-Heinemann oder Annemie Hülchrath , die Kunstfigur von Cordula Stratmann. Bei scheußlich stellt sich folgende Frage: Hat es noch niemand gewagt, Trump auf das Frisuren-Desaster hinzuweisen? Oder ist er beratungsresistent? Das würde ins Bild passen. Er fühlt sich wahrscheinlich top mit seinem „Haarschnitt“. Es würde perfekt ins Zeitalter des Postfaktischen passen, dass Trump selbst die grausame Realität auf seinem Kopf standhaft ignoriert.

Wir sind jedenfalls froh, als der Versuch beendet ist. Man fühlt sich nicht wohl als Trump-Frisuren-Doppelgänger. Wobei in den kommenden Wochen zahlreiche auftauchen dürften. Ist ja bald Karneval. Mit dieser Frisur ist man bei Narren sicher sehr weit vorne.

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