Rettungsaktion

Eickeler SPD-Fraktion will Mosaike im Hallenbad retten

Das Poseidon-Mosaik im ehemaligen  Hallenbad Eickel.

Das Poseidon-Mosaik im ehemaligen Hallenbad Eickel.

Foto: Ralph Bodemer

Die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Eickel will die beiden Mosaike im Hallenbad Wanne-Süd retten. Die sind durch einen Abriss bedroht.

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Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eickel startet die Aktion „Rettet Amphitrite und Poseidon“: Gemeint sind die beiden Mosaike im ehemaligen Wanner Hallenbad, die bei einem Abriss des Bades verschwinden würden. Wie der Fraktionsvorsitzende Willibald Wiesinger mitteilt, würde die SPD-Bezirksfraktion einen Erhalt der Mosaike sehr begrüßen.

„Seit seiner Eröffnung 1954 haben hier Generationen von Wannern und Eickelern das Schwimmen erlernt“, so Wiesinger. Neben dem sportlichen Aspekt seien auch Wannen- und Brausebäder möglich gewesen, „was in Zeiten, in denen nur wenige Wohnungen über ein eigenes Badezimmer verfügten, nicht unwichtig war“.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Eickel bemüht sich, wenigstens einige Erinnerungsstücke an das Bad zu retten. So konnte erreicht werden, dass der Neon-Schriftzug über dem Eingang erhalten bleibt und beim Kreativquartier Wanne an der Heinestraße einen neuen Ort findet. „Bedeutender und künstlerisch wertvoller“ sind nach Auffassung der Bezirksfraktion allerdings die Wand-Mosaiken im Inneren. Sie stellen ein Thema der griechischen Mythologie dar, den Hochzeitszug von Amphitrite und Poseidon. Geschaffen wurden sie von dem Wanne-Eickeler Künstler Edmund Schuitz (1913-1992).

Bisherige Anfragen, die Mosaike zu erhalten, blieben mit Hinweis auf die wahrscheinlich hohen Kosten erfolglos. Da die Erhaltung nach Einschätzung der SPD-Fraktion aus mehreren Gründen Sinn macht - die Mosaike seien ein Zeitdokument und künstlerisch wertvoll -, wurde jetzt ein Ortstermin im Hallenbad vereinbart. Durch den Bezirksbürgermeister Martin Kortmann konnte der Malermeister Cerne mit einem Experten von der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld hinzugezogen werden.

Experten haben Mosaike untersucht

Die Tochter des Künstlers, Ingeborg Müller-Schuitz, nahm an diesem Termin ebenfalls teil. Nach Untersuchung der Mosaike kamen die Experten zu der Einschätzung, dass es sich um qualitativ hochwertige Arbeiten handele, die aus technischer Sicht erhalten werden könnten. Wie das gehen könnte und wie teuer das wäre, soll noch ermittelt werden. Die SPD-Bezirksfraktion will das Thema weiter verfolgen.

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