Europaplatz

Die Umgestaltung des Europaplatzes in Herne hat begonnen

Seit Dienstag nimmt ein Bagger das alte Pflaster in der Straße „An der Kreuzkirche“ auf. Der erste Bauabschnitt soll rund drei Monate dauern.

Seit Dienstag nimmt ein Bagger das alte Pflaster in der Straße „An der Kreuzkirche“ auf. Der erste Bauabschnitt soll rund drei Monate dauern.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Das Eingangstor zur Herner Innenstadt wird neu gestaltet. Am Dienstag begann am Europaplatz die Arbeiten. Welche Perspektiven der Platz bietet.

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Der Europaplatz war in den vergangenen Jahren alles andere als eine Zierde für die Herner Innenstadt. Dies soll sich in den kommenden zwei Jahren ändern: Am Dienstag startete die Neugestaltung des Eingangstores zur City.

Diese Umbaumaßnahme war im Vorfeld hoch umstritten. Es gab Unterschriftenlisten gegen die Fällung von 18 Bäumen, später auch eine Mahnwache. Anfang des Jahres mussten die Bäume dennoch weichen. Oberbürgermeister Frank Dudda blendete die Proteste zum offiziellen Beginn nicht aus, verwies aber auf das Potenzial, was die Umgestaltung biete: mehr Grün und mehr Sitzgelegenheiten. Zu lange habe man sich auf diesem stark frequentierten Platz nicht wohl gefühlt, mit der Umgestaltung soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden.

Maßnahme kostet 1,6 Millionen Euro

Doch der OB weitete seine Perspektive: Der Platz habe eine große städtebauliche Funktion, aber Mängel. Die Maßnahme, die rund 1,6 Millionen Euro kosten wird, biete die Gelegenheit, nicht nur zu flicken, sondern an dieser Stelle eine Stadtentwicklung aus einem Guss zu realisieren. Denn: Auch das Entree zum Archäologiemuseum wird sich wandeln, ebenso wie die U-Bahn-Station.

Besucher sollen in Zukunft von einer hellen und freundlichen Umgebung begrüßt werden. Die Umgestaltung solle auch dazu beitragen, dass ansiedlungswillige Unternehmen gerne auf der Bahnhofstraße investieren. Eingebettet in die Aufhübschung seien auch die Eigentümer des Adler-Gebäudes. Das versperrt die Sichtachse auf die Bahnhofstraße. Baudezernent Karlheinz Friedrichs hatte bereits zuvor gesagt, dass der Wunsch bestehe, wieder einen freien Blick zu bekommen, erste Gespräche mit dem Eigentümer seien im Gange.

Umbau der City soll Menschen nach Herne ziehen

Er sei in dieser Hinsicht nicht pessimistisch. Friedrichs stellt die Neugestaltung in Zusammenhang mit dem Umbau des City-Centers, des Hertie-Hauses, aber auch des Studentenheims nördlich der Innenstadt. Dies werde die Frequenz auf der U35 erhöhen. Ziel sei es, Menschen auch von Bochum nach Herne zu ziehen.

Neues Logo der Stadt wird platziert

Was mit heller und freundlicher Umgebung gemeint ist, können Fahrgäste der U35-Station seit einigen Tagen sehen. Die grünen Kacheln auf der Verteilerebene sind einem hellen Grau gewichen. Allerdings werden die Wände kräftige Farbtupfer erhalten.

So wird an vier Stellen das neue Logo der Stadt Herne platziert. Hinzu kommen weitere großformatige Bilder, die in der Jugendkunstschule entstanden sind. Sie zeigen verschiedene Wahrzeichen der Stadt. Im Laufe der Zeit sollen sich die Wände auch mit Motiven füllen, die auf die aktuellen Ausstellungen des Archäologiemuseums hinweisen.

>>> Photokatalytische Pflastersteine

  • Die Umgestaltung des Europlatzes geschieht im Laufe der kommenden zwei Jahre in vier Bauabschnitten.

  • Start war am Dienstag in der Straße „An der Kreuzkirche“. Dort dauern die Arbeiten etwa drei Monate, anschließend wird der eigentliche Europaplatz in Angriff genommen. Dies wird nach Planungen der Stadt rund zwölf Monate in Anspruch nehmen.

  • Es folgen die Harannistraße und der unmittelbare Bereich rund um die Kreuzkirche.

  • Eine Besonderheit bei der Umgestaltung: Die Stadt verlegt photokatalytische Pflastersteine. Sie sollen einen Beitrag zur Minderung der Stickoxiden leisten. Der Einbau dieser Steine war Wunsch des Umweltausschusses und passt zum Programm der Innovation City.

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