Urban Gardening

Bürger protestieren gegen Baumfällungen am Europaplatz

Sie pflanzten gemeinsam mit der Bundestagskandidatin Sabine von der Beck (Mitte.) Sonnenblumen gegen die Abholzung der Bäume.

Foto: Barbara Zabka

Sie pflanzten gemeinsam mit der Bundestagskandidatin Sabine von der Beck (Mitte.) Sonnenblumen gegen die Abholzung der Bäume. Foto: Barbara Zabka

Herne.   Rund 40 Bürger haben als Protest gegen die Fällung von Bäumen am Europaplatz an einer Urban-Gardening-Aktion teilgenommen. Das ist passiert.

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Es steht nicht gut um die Bäume auf dem Europaplatz. Die anstehende Umgestaltung des Stadteinganges im Herbst zieht viel Frust und Wut mit sich. Knapp 40 Bürger protestierten deshalb am Samstag gemeinsam mit den Grünen auf dem Europaplatz gegen die Abholzung.

19 Bäume seien es, die der Säge zum Opfer fallen würden, auch wenn dafür absolut kein Grund bestünde, so Sabine von der Beck, Bundestagskandidatin der Grünen. „Das Problem ist, dass bei einer Verwerfung der Pläne 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern an das Land zurückgezahlt werden müssten. Das zeigt ganz deutlich, wie Demokratie vor Ort gestört wird“, so von der Beck empört.

Urban-Gardening-Aktion

Junge Sonnenblumen, vom Wahlkampf übrig geblieben, wurden gemeinsam in einer so genannten Urban-Gardening-Aktion in die Erde um die Bäume gepflanzt. Und so schnappten sich Kinder mit ihren Müttern, Groß- und Urgroßmüttern die Handspaten und gärtnerten mitten in der Stadt. „Wir sind mit drei Generationen anwesend, und wir alle können nicht verstehen, warum die Bäume Weg sollen. Es heißt, der Platz solle verschönert werden, aber durch die Fällung wird er einfach nur verschandelt. Auch war ich sehr enttäuscht, dass nicht viel mehr Leute gekommen sind, schließlich handelt es sich um unsere Stadt“ , sagt Karin Jesse, die ihrer Wut Luft macht. Der Umbau selber sei es nicht, der Proteste in der Politik und Bevölkerung laut werden lässt. Es geht den Beteiligten nach eigener Aussage darum, dass Bäume der Einfachheit halber entfernt werden. Der Platz würde sich in einen reinen Betonplatz wandeln und das nur, weil Fördergelder bereitstünden.

Etwa 1000 Unterschriften haben Grüne, Linke und der BUND gesammelt, mit denen eine Änderung der Pläne erreicht werden soll.

Wie es nach dem Einreichen der Petition bei Oberbürgermeister Frank Dudda weitergeht, weiß jedoch niemand. Ein offizielle Statement des Stadtoberhauptes gibt es bisher nicht.

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