Corona

Awo-Wohnheim Herne: Hälfte der behinderten Bewohner positiv

Corona-Teströhrchen in einem Medizinlabor (Symbolbild).

Corona-Teströhrchen in einem Medizinlabor (Symbolbild).

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Herne.  In den Awo-Wohnstätten am Mühlenbach in Herne-Wanne sind zwölf Bewohner und acht Mitarbeitende infiziert. Personal von außen hilft.

In den Awo-Wohnstätten Am Mühlenbach in Wanne sind zwölf behinderte Bewohnerinnen und Bewohner positiv getestet worden. Außerdem sind acht Mitarbeitende Covid-19 positiv. Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Das teilt die Arbeiterwohlfahrt Ruhr-Mitte in Bochum als Träger auf Anfrage mit. Es sei das erste Mal, dass man in Herne oder Bochum mit Coronafällen zu tun habe.

Zwei Mitarbeiterinnen dürften ab Freitag wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und befänden sich in der sogenannten „Arbeitsquarantäne“, berichtet Awo-Sprecher Christopher Becker. Darunter verstehe man, dass sich die Betroffenen in ihrer Wohnung und auf eigenen Wunsch auch an ihrem Arbeitsplatz aufhalten dürften. Dort bekämen sie die komplette Schutzkleidung, FFP2-Masken und Desinfektionsmittel.

Ein Bewohner im Krankenhaus

„Zum jetzigen Zeitpunkt geht es fast allen infizierten Personen den Umständen entsprechend gut, nur vereinzelt treten Symptome auf“, sagt Becker. Ein Bewohner befinde sich wegen Fiebers im Krankenhaus.

Die Situation erfordere eine aktive Begleitung der Bewohner, da aufgrund der behinderungsbedingten Beeinträchtigungen Hygiene- und Quarantänemaßnahmen nicht selbstständig umgesetzt und eingehalten werden könnten. „Zugute kommt uns da jedoch die räumliche Konstellation, dass alle 24 Bewohner in Einzelzimmern untergebracht sind.“ Dabei sei auch die psychosoziale Komponente nicht zu unterschätzen.

Personalbedarf wird über Leiharbeit gedeckt

Über Leiharbeit gelinge es derzeit, den Personalbedarf zu decken. Becker: „Ab Montag bekommen wir weitere Unterstützung durch einen Personaldienstleister.“ Die Awo setze „alles daran, die Versorgung der Bewohner und die Gesundheit der Mitarbeiter in Einklang zu bringen.“ Dazu befinde man sich in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, der Heimverwaltung und dem Landschaftsverband.

Den Mitarbeitenden, die schnellstmöglich wieder für die Bewohner da sein wollten, gebühre Dank für ihr außerordentliches Engagement.

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