Betreuung

Awo Herne sucht nach Alternativen für Kita-Standort Börnig

Die Stadt und freie Träger suchen nach neuen Kita-Standorten, um die Betreuung von Herner Kinder sicherstellen zu können. Die Awo rückt nun vorsichtig vom Standort Am Katzenbuckel in Börnig ab.

Die Stadt und freie Träger suchen nach neuen Kita-Standorten, um die Betreuung von Herner Kinder sicherstellen zu können. Die Awo rückt nun vorsichtig vom Standort Am Katzenbuckel in Börnig ab.

Foto: Michael Kleinrensing

Herne.   Ist der umstrittene Herner Kita-Standort am Else-Drenseck-Seniorenzentrum vom Tisch? Die Awo sucht alternative Grundstücke. Das sind die Gründe.

Die Arbeiterwohlfahrt rückt offenbar vom umstrittenen neuen Kita-Standort Am Katzenbuckel ab. Auf Anfrage erklärt Awo-Geschäftsführer Ernst Steinbach (Bezirk Ruhr-Mitte), dass er derzeit „im Umfeld“ dieses Börniger Areals nach alternativen Grundstücken suche. Wenn die Arbeiterwohlfahrt fündig werde und die Stadt ihr Einverständnis gebe, werde die bisher für eine neue Kita ins Auge gefasste (Teil-)Fläche des Awo-Seniorenzentrums Am Katzenbuckel aufgegeben.

Was der Awo-Geschäftsführer schon jetzt sagen kann: Zum Start des Kita-Jahrs 2020/21 werde definitiv keine Awo-Kindertagessstätte Am Katzenbuckel eröffnen. Die Stadt hatte diesen Termin jüngst in ihrer mittelfristigen Kita-Planung genannt. Dafür sei die Zeit zu knapp, so Steinbach. Und: Die Awo habe derzeit grundsätzliche Probleme bei der Planung neuer Kitas, weil die Baupreise stark angezogen seien. Wenn ein geeigneter Standort in Börnig gefunden werde, schließe er aber nicht aus, dass die neue Einrichtung wie von der Stadt gewünscht im Sommer 2020 bezugsfertig ist.

Anwohner befürchten Verkehrschaos

Wie berichtet, hatte die Awo bereits einen Entwurf für eine Kita auf dem Gelände des Else-Drenseck-Seniorenzentrums Am Katzenbuckel vorgelegt. Die Pläne für die Erschließung stießen jedoch bei Bürgern und Teilen der Politik auf massive Kritik und Widerstand; Anwohner gründeten sogar eine Bürgerinitiative (BI). Auch der Awo-Bezirk Ruhr-Mitte war als künftiger Träger der Einrichtung nicht ganz glücklich mit den vom federführenden Awo-Bezirksverband Westliches Westfalen vorgelegten Pläne. Wie berichtet, befürchten Anwohner bei Umsetzung dieses Entwurfs ein Verkehrschaos.

In ihrer jüngsten Erklärung stellt die BI noch einmal klar, dass sie nicht den Kita-Bau verhindern wolle. Den Anwohnern gehe es allein um die Verkehrssituation, heißt es. Von der Stadt, der Awo und Teilen der Politik fühlen sich die Bürger nicht ernst genommen. Sie hätten – trotz früherer Zusagen – bisher keinerlei Feedback über den Stand der Dinge erhalten und erführen neue Entwicklungen nur aus der WAZ. Auch die SPD habe sich - anders als die CDU und die Grünen - trotz einer Einladung nicht gerührt.

Nach diversen Planungsänderungen durch die Awo ist derzeit noch nicht klar, was mit dem in die Jahre gekommenen Else-Drenseck-Seniorenzentrum geschehen soll. Sowohl ein Abriss als auch ein Umbau sei denkar, so der letzte Stand.

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