Der Zuzug von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine nach Herne hat sich auch einem niedrigen Niveau eingependelt und sei deshalb von der Stadt gut beherrschbar. Das teilten Vertreter der Stadt am Mittwoch mit.

Laut Sozialdezernent Johannes Chudziak seien zurzeit 945 Personen bei der Stadt Herne gemeldet. Die meisten von ihnen seien privat untergekommen, deshalb seien die Kapazitäten in den städtischen Einrichtungen längst nicht ausgeschöpft. Zudem sei die Schaffung von weiteren Unterkünften in Vorbereitung. Die könnten unter anderem dazu dienen, bei einem Coronaausbruch eine Trennung zu ermöglichen. Chudziak: „Die Lage bei der Unterbringung ist entspannt, es gibt wohl sogar erste Rückwanderungen.“

Auch die Zuweisungen durch das Land seien „verhalten und deutlich weniger als erwartet“, so Chudziak. In der vergangenen Woche habe das Land 15 Personen Herne zugewiesen - bei einer Verpflichtung von 280 Personen. Die Großeinrichtung an der Dorstener Straße werde nicht am 1. Mai in Betrieb gehen, sondern wahrscheinlich in der zweiten Maihälfte. Grund seien Lieferprobleme und das Vergabeverfahren für die Betreuung der Flüchtlinge.

t.b.