„Shalom und Salam. Die Auswirkungen des Nahostkonfliktes auf unser Miteinander“ – unter diesem Motto steht am Mittwoch, 30. Juni, eine Online-Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Gästen zum Thema Antisemitismus. Die gemeinsame Veranstaltung von „Bündnis Herne“ und „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD Herne) wird ab 19 Uhr live aus dem Stadtteilzentrum Pluto in Bickern gestreamt.
Nahostkonflikt mit Folgen für Deutschland
Die neu entflammten Auseinandersetzungen in Nahost hätten auch in Deutschland Folgen gehabt, berichten die Veranstalter. Bei Pro-Palästina-Kundgebungen von Gelsenkirchen bis Berlin habe sich der Antisemitismus Bahn gebrochen: „Hier lebende Jüdinnen und Juden wurden für das Handeln der israelischen Regierung verantwortlich gemacht, allein weil sie dem jüdischen Glauben angehören.“
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Auch der Großteil der hier lebenden Muslime sei erschrocken gewesen über den Judenhass. Viele hätten sich mit jüdischen Gemeinden solidarisiert und seien daraufhin von zwei Seiten angegriffen worden. Zum einen durch rassistische Pauschalisierungen, bei denen das Problem des Antisemitismus zum alleinigen Problem von Muslimen. Und zum anderen sahen sie sich der Kritik ausgesetzt, illoyal gegenüber Palästina zu sein.

Mit fünf Gästen soll am Mittwoch erörtert werden, was zu tun ist, damit diese Problemlagen nicht weiter die Integrationsarbeit und das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen in Herne und in ganz Deutschland gefährden. Eingeladen wurden: Schauspieler Anton Tsirin (Präsident von Makkabi Deutschland Jugend), Tuncay Nazik (Islamische Gemeinde Röhlinghausen), Sobitha Balakrishnan (DINX-Institut), Micha Neumann (Antidiskriminierungsberatung ADIRA) und Rabeya Müller (Liberal-Islamischer Bund e.V.). Die Moderation übernimmt Fadl Speck von der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus.
Der LIve-Stream läuft über den Youtube-Kanal des Bündnis Herne.



