Ausschwärmen, ausspionieren, abräumen: Vor dem Bochumer Landgericht hat am Freitag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied einer Einbrecherbande begonnen. Im Prozess vor der 8. Strafkammer geht es um elf Beutezüge in Herne und Umgebung. „Einbrecherzentrale“ war laut Anklage eine Wohnung unweit vom Schlosspark.

Als einen der beutereichsten Coups schildert die Anklageschrift einen Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Wiedehopfstraße. Am 28. Oktober 2015 sollen der 23-jährige Angeklagte, der aktuell in U-Haft sitzt, und zwei Komplizen dort eingestiegen sein. Anders als in zahlreichen anderen Fällen hatten es die Täter in diesem Fall offenbar besonders leicht. Laut Anlage sollen sie für den Zutritt in das Haus ganz normal einen Schlüssel benutzt haben, der von den Anwohnern zuvor unter einem Blumentopf deponiert worden war. Neben Bargeld wurde bei dem Coup vor allem Schmuck (Ohrstecker, Ketten, Armbänder und Ringe) entwendet.